Posts mit dem Label grillen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label grillen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 14. Juni 2015

Heiße Früchtchen

Gefühlt kommt der Sommer dieses Jahr langsamer in Gang als letztes Jahr.
Zumindest bei uns hier in Norddeutschland gab bislang kaum Abende, an denen man richtig gut und vor allem lange draußen sitzen konnte.
Aber wenn es denn mal schnuffelig warm war, dann zog es auch gleich "Jan-und-alle-Mann" in Bausch und Bogen raus ins Freie.
Die Fleischtheke bei Edeka hatte Hochkonjunktur, unser geliebtes iranisches Fladenbrot war bereits mittags ausverkauft und überall schmurgelte die Holzkohle und die Rauchschwaden zogen durch die Nachbargärten.
Sommerzeit - Grillzeit.
Irgendwie gehört es zusammen.
Bei den einen das marinierte Schweinesteak - bei den anderen feinst gefasertes Wagyu-Rind - hier ein bestbestückter Gemüsespieß - dort frisch gegrillte Teig-Fladen.
Wir haben übrigens kurdische Nachbarn.
Das ist klasse. Wenn dort gegrillt wird - eigentlich regelmäßig am Samstag - zieht ein Hauch von Urlaub an uns vorbei.
Wir mögen es. So richtig.
Und auch beim passenden Arbeitsgerät gibt es vom Einmal-Grill-von der Tanke bis zum High-End-Grill alles, was der Markt derzeit so hergibt.
Während mein Arbeitskollege Tom einen Grill in der Größe unseres Abstellraumes auf seinem Balkon stehen hat, haben wir das krasse Gegenstück dazu.
Dürfen wir vorstellen: das ist "Flo"!


Unser Grill-Eimer. Er verweilt den 2 Sommer bei uns - ist sicherlich mit einer der Kleinsten seiner Art - aber irgendwie mögen wir ihn.
Seine einzige Zusatzausstattung besteht aus drei Füßen und einem Griff zum Tragen. Mehr nicht. Reicht.
Der absolut minimalistische 2-3-Personen-Grill.
Rinder-, Geflügel- oder Thunfischsteak (das war genial), Bratwürste, gefüllte Champignons, Maiskolben, selbstgemachte Hamburger (der Oberhammer) oder auch Fruchtspieße - Floh hat schon alles geschafft. Räusper...in entsprechender Menge versteht sich.

Apropos Fruchtspieße. Fleisch kann ja jeder.
Wir haben uns daher der obstigen Variante heute mal gewidmet.
Denn zu einem guten Essen - egal ob drin oder draußen - gehört einfach ein guter Nachtisch.
Auch vom Grill funzt das.
Hier unser Vorschlag:

Gegrillte Fruchtspieße mit Honig-Joghurt-Dip


Zutaten für 8 Spieße:
1 Stiel Pfefferminze
250 g griechischer Joghurt
2 EL Honig

Obst nach Wahl...z.B.
Melone
Pfirsiche
Bananen
Erdbeeren
Ananas

2 EL Ahornsirup
Saft einer Zitrone





Minze waschen, trocken tupfen und Blättchen in feine Streifen schneiden.
Joghurt mit Honig und Minze verrühren, kalt stellen.
Melone vierteln, Kerne entfernen. Fruchtfleisch schälen und in Stücke scheiden.
Pfirsiche vom Kern befreien und ebenfalls in Stücke schneiden.
Bananen schälen und in je 3-4 Stücke schneiden.
Obst abwechselnd auf 4 Spieße stecken.





Aus Ahornsirup und Zitronensaft eine kleine Marinade herstellen und damit die Spieße einpinseln.
Das Ganze abgedeckt im Kühlschrank etwa eine Stunde ziehen lassen.
Obst aus der Marinade holen, trocken tupfen und von allen Seiten grillen, bis der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist.

Honig-Joghurt dazureichen.
Abend genießen - glücklich sein.




Sandra von From-Snuggs-Kitchen (klick) sucht derzeit nach Grill-Rezepten aller Art.
Beim Blogevent BBQ-Time (klick) auf dem Blog von Zorra könnt ihr eure eigenen Vorschläge noch bis zum 15.06. 23:59h einreichen oder euch natürlich Anregungen holen.

Blog-Event CIX - it's BBQ-time! (Einsendeschluss 15. Juni 2015)

Mal schauen, wie die nächste Woche so wettermäßig wird.
Wir sind am Samstag übrigens bei den Food Blog Days (klick) in Hamburg und freuen uns schon kringelig drauf.

Sonntag, 3. Mai 2015

Lady in red



Moinsen!
Na?
Auch so ein schönes verlängertes Wochenende gehabt?
Klasse, oder?
Kein Wecker, der um 4:05 Uhr in voller Dröhnung schellt und uns aus den warmen Federn schmeißt.
Keine Termine - keine Dinge, die unbedingt und gerade jetzt erledigt werden müssen - einfach nur den Tag genießen.
Wir haben uns von irgendwelchen schlechten Wetterprognosen auch nicht wirklich abschrecken lassen, und die "Draußen-Saison" unverändert genossen.
Es gibt einfach nix schöneres als in unserem kleinen Wintergarten geschützt und meineswegen auch ein bisschen dicker eingemummelt zu sitzen, einen dampfenden Becher Kaffee in der Hand...ein Buch oder den Rechner auf den Knien und einfach den Tag dahinziehen zu lassen.
Perfekt und wirklich wie Urlaub!


Die Idee zu unserem heutigen Rezept-Beitrag entstand dann auch im Hinblick auf die kommende Grill-Saison.
Wir haben uns an "Ketchup" gewagt.
Ja-haaa!
Und was sollen wir euch sagen: es ist zum Hinknien.
Schmeißt die gekauften Flaschen über Bord - ihr werdet nie wieder etwas anderes mögen!


Das Rezept selber ist aus unserem derzeitigen Lieblingsbuch "Auf die Hand" von Stevan Paul.
Die darin angegebene Menge hat uns als verzehrenden 2-Personen-Haushalt ein wenig abgeschreckt (es sollten 1,2 l dabei rumkommen), so dass wir kurzerhand mal wieder alles auf die Hälfte reduziert haben.
Herausgekommen ist dann aber doch weniger als gedacht (man gerade 1,5 Flaschen a 250ml).



Hier jetzt die Original-Angaben aus dem Buch:

Ketchup

für ca. (gem. Buchangabe) 1200ml

400g Gemüsezwiebeln fein würfeln und in
4EL Öl glasig dünsten.
20g getrocknete Tomaten (wir haben sie fein gewürfelt) zugeben.
Mit 1EL edelsüßem Paprikapulver und je
1Msp. gemahlenen Nelken und Piment bestäuben.
2EL Tomatenmark unterrühren.
250g Zucker zufügen.
Unterrühren, aufkochen und mit
500ml Wasser und
1l stückigem Tomatenragout verrühren.
100ml Weißweinessig zugeben.



Offen 50 Minuten dicklich einkochen, öfter umrühren.
Mit dem Schneidstab fein pürieren und nochmals 15 Minuten offen einkochen.
Mit Hilfe einer Suppenkelle durch ein feines Sieb passieren.
Mit Salz würzen und in heiß ausgespülte, verschließbare Flaschen füllen.





Fazit: es lohnt sich wirklich jede Minute für die Zubereitung.
Der Ketchup schmeckt einfach und ehrlich nach "Tomate".
Keine Geschmacksverstärker - keine Zusatzstoffe.
Tomate pur. Einfach Bombe und zum hinterher noch abschlecken und auslöffeln.
Wir werden beim nächsten Mal noch eine Variante mit einer Prise gemahlenem Chili versuchen.
Vielleicht auch mal mit Curry oder Kräutern - Möglichkeiten über Möglichkeiten.


Kommt gut in die kommende Woche und genießt die Zeit draußen!

Sonntag, 15. Juni 2014

Wir sind WM

Ach, es ist wieder soweit: die Welt ist im Fußball-WM-Fieber.
Die/der eine mehr - die/der andere weniger.

Autos werden mit Fähnchen dekoriert, die Kneipe an der Ecke rüstet sich mit Beamern für die Fernsehübertragung aus, vielerorts trifft man sich zum Public-Viewing, Hans und Elli malen sich bunte Farben auf die Wangen und schwenken schwarz-rot-gelb gestreifte Tücher.
Und alles nur, weil unglaublich hoch bezahlte Männer einem Ball hinterher laufen und andere auch unglaublich hoch bezahlte Männer verzweifelt versuchen, dies zu verhindern.
Ja, und bald werden wir unsere jubelnde Kanzlerin wieder auf ihre ganz eigene Art Beifall klatschen sehen und selig dabei grinsen.
Wie gesagt - es ist halt WM.
Entweder man mag es - oder man mag es nicht.
Aber so ein klein wenig wird man ja doch irgendwie mitgerissen.
Auch bei uns wurde die Fahne gehisst - das Fahrrad hat eine "Schland"-Kette um den Lenker und auf der Terrasse läuft abends die Übertragung via Livestream.
Grins!


Isabelle von "Cooking around the world" hat passender Weise einen Blog-Event gestartet.
"Wir kochen uns unsere WM",heißt es bei ihr.


Da sind wir doch dabei.
Ein kurzer Blick auf den Spielplan schaffte dann die Basis für unseren persönlichen Beitrag:
um 21:00 Uhr spielt heute Frankreich gegen Honduras.
Somit stand das Abendessen unter französischer Flagge!
Und jetzt mal alle kräftig in die Vuvuzelas getrötet!!

Salade niçoise au thon grillé et une petite baguette (Na, klingt wie Musik, oder?)
- Salat Nizza mit gegrilltem Thunfisch-Steak und einem kleinen Baguette -

So göttlich wie es sich anhört, hat es übrigens auch geschmeckt.
Hier mal was für's Auge:



Rezept Thunfisch:

...muss über Nacht ziehen!

250g Thunfisch als Steak
2 Zehen frischen Knoblauch
200ml Olivenöl
4 Zweige Rosmarin
1/2 TL Chilli
3 EL frischer Zitronensaft
Salz, Pfeffer

Alle Zutaten (bis auf den Thunfisch) verrühren und über das Thunfischsteak giessen.
Über Nacht im Kühlschrank marinieren (wir haben es übrigens in einen verschließbaren Gefrierbeutel gefüllt - geht super)
Das Steak dann bei starker Hitze ca. 3 Minuten von jeder Seite grillen.



Salad Niçoise

(für 2 Personen)

Der Klassiker hat so gar kein klassisches Rezept.
Anscheinend ist es wie mit dem guten Kartoffelsalat: die einen machen ihn so - die anderen total anders - und alles geht.

1 Handvoll grüne Bohnen - bissfest gekocht
4 neue Kartoffeln - gekocht, gepellt, geviertelt
- beides abkühlen lassen  -

2 Handvoll Blattsalat nach Belieben gemischt und in mundgerechten Stücken
4 kleine Tomaten - geviertelt
6 Sardellen
2 hart gekochte Eier - geviertelt
1/2 grüne Gurke (wir schneiden immer das wässrige Innere heraus) - in kleinen Stücken
16 schwarze Oliven ohne Stein

Was schon bei den Zutaten gilt, setzt sich bei der Anrichtung fort: die einen mischen alles wild durcheinander - andere ordnen die einzelnen Elemente sorgfältig an.

Für das Dressing:
4 EL Olivenöl
1 EL Essig
etwas Zitronensaft
1 TL Dijon-Senf
Salz, Pfeffer, Zucker

Öl, Essig, Zitronensaft und Senf verrühren.
Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen.
3 Frühlingszwiebeln sehr klein schneiden und zugeben.
Über den Salat geben.



Petit baguettes

(für 3 kleine "flûtes" oder 1 großes Baguette)

250 g Mehl Typ 550 (wichtig!)
160 ml lauwarmes Wasser
6 g Salz
10 g frische Hefe

Das lauwarme Wasser mit der Hefe mischen und anschließend schnell mit den Knethaken unter das Mehl mengen.
Teig nicht zu lange bearbeiten (sehr klebrig).
Zu einer Kugel formen, mit Mehl bestäuben und abgedeckt an einem warmen Ort
20 Minuten gehen lassen.

Nach 20 Minuten den Teig (ohne ihn groß zu kneten) zu einem Quadrat "schieben" und anschließend origamimäßig jeweils von den Ecken her zur Mitte falten - wie einen Briefumschlag.
Das kleine Paket umdrehen und erneut 20 Minuten gehen lassen.


Falten und gehen noch zwei weitere Male wiederholen. Also insgesamt dreimal falten.
Nach der Geh- und Faltzeit die Flûtes oder das Baguette formen und weitere 15 Minuten gehen lassen.
Jede Flûtes (Baguette) mehrmals schräg mit einem Messer einschneiden.
Dann leicht mit Wasser besprühen und schließlich mit ein bisschen Mehl bestreuen.
Für 15-17 Minuten bei 220°C (Umluft) in den Backofen schieben.
Wichtig: Blech mit Wasser in den unteren Bereich des Backofens schieben und "mitbacken".



Et voilà!
Oh wir 'atten eine vorzüglische Abent mit die wundervolle Salad und die köstlische Thunfisch und naturellement mit die Brot.

Nun 'offen wir auf eine Sieg für die Franzos und wünschen eusch eine wundervolle Woche mit ein bisschen von die Spaß.
A bientôt !