Sonntag, 6. November 2016

Buchvorstellung: "Pancakes"

Heute gibt es mal wieder einen Griff in unser üppig gefülltes Bücherregal.
Zum Vorschein kommt diesen Sonntag: "Pancakes" - von Christine Sinnwell-Backes.


Was das Croissant beim französischen "petit déjeuner", sind bekanntlich die Pancakes beim echten amerikanischen Frühstück.
Aber eigentlich kennt man sie ja weltweit....ob als Pfannkuchen, Crêpe, Poffertjes, Palatschinken oder Bliny. Eierkuchen werden nahezu überall gegessen und geliebt.
Die amerikanische Variante zeichnet sich in ihrer Größe (kleiner als unsere Pfannkuchen) und ihrer Dicke (viiiiel dicker) aus.

Wir hatten schon lange einmal vor, diese fluffigen köstlichen Teilchen zuzubereiten.
Da erschien uns dieses Buch perfekt dafür geeignet.

Die Autorin Christina Sinnwell-Backes wohnt mit ihrer Familie im Saarland und schreibt übrigens auch auf ihrem Blog "littleredtemptations".
Vielleicht kennt ihr sie darüber - sonst werft doch einfach mal einen Blick auf ihre Seite.

Das Buch hat eine kleine Einleitung mit Tipps & Tricks zum guten Gelingen, sowie die Kapitel
- Süße Pancakes
- Herzhafte Pancakes
- Pancake-Art (kleiner Ausflug in die kreative Gestaltung der Teig-Teile)

Hätten wir es gekauft?
Nein. Sogar ein sehr eindeutiges nein.
Dabei wollen wir dieses harte Urteil erstmal ein wenig mildern.
Die Rezepte sind durchweg gut beschrieben - eigentlich gelingsicher und nach den ersten ein/zwei Versuchen bekommt man ohne Probleme die Form und Dicke selber hin.
Nur - und das ist jetzt der ausschlaggebende, entscheidende Punkt: die Rezepte selber waren einfach überhaupt nix für uns.
Mit Schokolade oder Marzipan gefüllte, oder unter einer fetten Karamell-Schlagsahnehaube verdeckte Pancakes mögen wir ebensowenig wie Calzone-Pancakes mit Pilzragout oder Pancakes Bolognese. Mit derartigen "Kalorien-Bomben" muss man sich wahrlich nicht den Tag und den Bauch beschweren. Da kommt allein beim Durchlesen der reine Schauder-Faktor.
Zudem ist die Rubrik "Pancake-Art" mit 16 Seiten echt überlastet und für uns vollkommen überflussig. Wir brauchen definitiv keine Anleitung für Pancakes in Schäfchen, Schnecken, Eistüten- oder sonstigen Form - aber...wer diesen Bedarf hat, wird dort sicherlich gut beraten. Zudem sind all diese Anleitung mit einem QR-Code ergänzt, der einen direkt zu einem Video auf Youtube führt - das gleicht die relativ einfachen Fotos in diesem Kapitel ein wenig aus.

Erschienen am 20.06.2016 im Verlag Bassermann
22 Rezepte / 80 Seiten
Preis €9,99
ISBN: 978-3-8094-3614-0

Ganze zwei Rezeptvorschläge sprachen uns an und im Folgenden kommt natürlich "der" Klassiker in die Pfanne:



Pancakes mit Ahornsirup (und Butter)

Für 10 Pancakes mit ca. 10cm Durchmesser

2 Eier (Größe M)
200g Mehl
1TL Backpulver
2EL Zucker
1/4 TL Vanillepulver (gem. Vanille)
1 Prise Meersalz
200ml Buttermilch
Sonnenblumenöl
Butter
Ahornsirup

Den Backofen auf 50°C vorheizen und einen großen Teller hineinstellen.

Die Eier trennen.
Mehl, Backpulver, Zucker, Vanillepulver und Salz kurz mit einem Rührlöffel vermischen.
Das Eigelb hinzugeben un ddie Buttermilch in klienen Portionen mit dem Handrührgerät unterrühren.

Das Eiweiß zu festem Schnee schlagen udn vorsichtig mit einem Teigschaber oder Holzrührlöffel unter den Teig heben.

Etwas Öl in der Pfanne erhitzen und bei mittlerer Temperatur den Teig protionsweise in die Pfanne geben.
Je nach Pfannengröße können 2-4 Pancakes gleichzeitig gebacken werden.
Die Pancakes wenden, wenn der Teig beginnt kleine Blasen zu schlagen und von der anderen Seite fertig backen, bis alles Pancakes von beiden Seiten goldbraun sind.


Die fertigen Pancakes im Ofen mit einem Geschirrtuch bedeckt warm halten.

Zum Servieren immer 3-5 Pancakes übereinanderstapeln, dabei zwischen die Pancakes ein dünnes Stück Butter legen (darauf haben wir dankend verzichtet...).
Den Stapel mit Ahornsirup übergießen.




Geschmacklich waren die Teile wirklich, wirklich gut - da gibt es nix dran zu rütteln.
Nicht zu süß - perfekte Konsistenz - richtig klasse.
Aber dafür allein lohnt sich einfach der Buchkauf nicht.

Sonntag, 30. Oktober 2016

Boo!!

Ach männoooo - warum vergehen Urlaubstage immer soooo ratzifatzi schnell?
Eine Woche ist nun bereits rum. Halbzeit also.
Netter Bonus wenigstens, dass es heute Nacht durch die Zeitumstellung eine Extra-Stunde gab.
Gefühlt hat der sich aber auch am späten Vormittag bereits wieder pulverisiert.


Jedes Jahr das gleiche: im Frühjahr hängt man tagelang in der depressiven Schleife, bis der eigene Rhythmus wieder einigermaßen im Takt der "geklauten Stunde" ist und im Herbst dann sind die endlich wiedererlangten 60 Minuten in Null-komma-Nix einverleibt und es ist, als wäre überhaupt nix gewesen.
Puff. Einfach weg.
Geht es euch auch so?

Der Tag heute stand bei uns unter erheblichem Kürbis-Einfluss.
Morgen ist schließlich Halloween.
Gut - ein Tag, den die Mehrheit braucht wie Fußpilz oder Plaque - aber zumindest eine Kürbis-Fratze ist seit einigen Jahren in dieser Zeit immer bei uns auf der Auffahrt oder im Garten zu finden.
Hier übrigens unser Schnitzergebnis vom Nachmittag:


Auch ein paar Schokivorräte bereichern die Schublade, falls irgendwelche vernarbten Monster morgen an der Tür schellen sollen.
Und auch unsere Küche ist - was bestimmte Gerichte anbelangt - voll im Einfluss von diesem orangefarbenem Gemüse.


Wir möchten euch heute mal unser diesjähriges Lieblings-Kürbis-Suppen-Rezept vorstellen.
Suppe geht bei dieser Jahreszeit doch immer, oder?
Diese ist dann noch sowas von köstlich und genauso schnell weg, wie die Stunde heute Nacht.
Achtung - festhalten - Löffel rausgeholt:



Kürbis-Kokos-Suppe


1 große Zwiebel
650g fertiges Kürbisfleisch (Hokkaido bei uns - da kann man die Schale mitverwenden)
3 mittelgroße Kartoffeln
10-15g frischen geschälten und geriebenen Ingwer
600ml Gemüsebrühe
400ml Kokosmilch (mit niedrigem Wasseranteil)
2EL Oliven- oder Rapsöl
Salz, Pfeffer, ggfs. Chili
Kürbiskerne zum Bestreuen


Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden.
Kürbisfleisch würfeln.
Kartoffeln waschen, schälen und ebenfalls würfeln.
Zwiebeln in Öl leicht andünsten. Kürbis, Kartoffeln und Ingwer zufügen.
Ein/zwei Minuten weiterdünsten. Mit Gemüsebrühe aufgießen, aufkochen und bei kleiner Hitze für 15 - 20 Minuten sanft köcheln lassen.
Suppe mit dem Mixstab pürieren.
Kokosmilch zufügen (nicht kochen lassen - flockt sonst).
Mit Salz, Pfeffer und ggfs. ein wenig Chili abschmecken.

Fertig ist der Suppenschmaus, der so gigantomanisch in diese Herbstzeit passt.




Mal schauen, was die nächste Woche so bringt....auf jeden Fall noch fünf Mal nicht um 3:40 Uhr aufstehen. Das sind einfach die besten Aussichten!

Sonntag, 23. Oktober 2016

Heute lief es gut!

Zahl des heutigen Sonntags: 2:23:56
Nein, dass ist nicht die Uhrzeit, zu der der Kater mit einem Sprung zielgenau auf meinen Brustkorb hüpfte, um lauthals seine Frühstücksbestellung abzugeben.
Seufz - das war erst knappe zwei Stunden später....
Es handelt sich um gar keine Uhrzeit - nein, es ist eine Zeitdauer.
Nämlich exakt die, die ich für meinen ersten Halbmarathon hier in Oldenburg benötigte.
2 Stunden 23 Minuten und 56 Sekunden.


Zugegeben, das ist für die 21,1km jetzt in keinster Weise eine Hammerzeit.
Ganz im Gegenteil.
Die Profis laufen in etwas über zwei Stunden die ganze Marathondistanz - sind also doppelt so schnell wie meinereiner.
Und dennoch, war es etwas ganz, ganz Besonderes für mich.
Habe ich doch erst Mitte Februar d.J. die Laufschuhe geschnürt und bin mit sagenhaften 5*2 Minuten Laufeinheiten und jeweils 2 Minuten Gehpausen angefangen.
Und glaubt mir: danach war ich jedesmal fertig wie Brötchen.
Unglaublich, was stetes Training bewirken kann.


Der ganze Tag stand im im Focus dieses Laufes.
Klar, dass es etwas zur Belohnung geben musste.
Was mit Kohlenhydraten.
KUCHEN - JAAA! Ganz viel davon bitte.
Und zwar genau diesen hier:



Birnen-Schmandkuchen

Für eine Springform 26 cm Ø

Mürbeteig
125g kalte Butter
60g Zucker
1 Prise Salz
1 Eigelb
250g Mehl

Füllung
5-6 Birnen
1/4l Weißwein (alternativ Apfelsaft)
150g + 1EL Zucker
200g Schmand
500g Magerquark
1 Prise Salz
1/2TL Zitronenabrieb
3 Eier

"Topping"
50g gehobelte Mandeln
2EL Zimtzucker

Zunächst den Mürbeteigboden herstellen: Butter, Zucker und das Salz mit den Händen in einer großen Schüssel verkneten und glatt arbeiten.
Eigelb und Mehl zugeben und alles rasch zusammenkneten.
In Frischhaltefolie wickeln und min. 30 Minuten kühl stellen.

Während der Teig ruht, für die Füllung die Birnen schälen, entkernen und achteln.
In einem Sud aus je 1/4l Weißwein (Apfelsaft) und Wasser mit 1EL Zucker weich kochen.
Birnen abgießen und abtropfen lassen.


Schmand, Quark, 150g Zucker, Salz und Zitronenabrieb glatt rühren.
Die Eier nach und nach einrühren.

Backofen auf 175°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Den Mürbeteig nochmals durchkneten und dünn ausrollen.
Eine gefette Springform mit dem Mürbeteig auskleiden und einen ca. 1cm hohen Rand drücken.
Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen.

Die abgetropften Birnen darauf verteilen, die Schmandmasse darübergeben und verstreichen.



Kuchen in den vorgeheizten Ofen schieben.
Nach ca. 15 Minuten Backzeit mit den gehobelten Mandeln und dem Zimtzucker bestreuen.
Zurück in den Ofen und weitere 25 bis 30 Minuten fertigbacken.
(Gesamt Backzeit 40-45 Minuten)





So - jetzt ist erstmal ein wenig Erholung angesagt.
Richtige Erholung - mit zwei Wochen Urlaub!


Sonntag, 16. Oktober 2016

World Bread Day 2016

Heute ist es wieder soweit: es ist World Bread Day!
Seit 2006 backen an diesem speziellen Tag Hunderte von Bloggern aus der ganzen Welt ein Brot.
Wie bereits im letzten Jahr sind wir der Einladung von Zorra super gerne gefolgt, uns bei diesem Event zu beteiligen.

http://www.kochtopf.me/world-bread-day-2016-einladung-invitation

Selbstgebackenes Brot steht ja regelmäßig auf unserem Esstisch.
Es ist einfach zu lecker...so frisch, warm und knusprig - so einfach und ursprünglich.
Leider gab es auch bereits ein paar Fehlversuche, was die Backaktionen/Rezepte anbelangt.
Gerade bei der Zutat "Hefe" ist in unserer Küche immer wieder mit Überraschungen zu rechnen.
Die Könner und alten Hasen in diesem Metier schwören ja auf Hefe-Mengen im µ-Bereich...mit Übernacht-Gare und allem was dazu gehört.
Ja...ok...ist toll und hat wirklich, wirklich ganz extrem köstliche Ergebnisse zur Folge.
Nur der große Nachteil ist, dass diese Rezepte so gar nicht mit dem spontanen Appetit auf Brot kooperieren.
Meistens muss der Teig in seiner Gänze länger gehen, als ein Flug von Hamburg nach München dauert...bei manchen käme man sogar in die Staaten.
Wer ultimativ kurzfristig "Bock-auf-Brot" hat, für den haben wir hier ein geniales (weil genial kurz dauendes) gelingsicheres Rezept:


Schnelles Sonnen-Dinkel-Brot

Für 1 mittelgroßes Kastenbrot

600g Dinkelvollkornmehl
2TL Salz
400ml ungesüßte Mandelmilch (lauwarm)
2 Pck. Trockenhefe
1TL Agavendicksaft
3EL Reis- oder Apfelessig
100g Sonnenblumenkerne (am besten in einer Pfanne leicht angeröstet)


Dinkelmehl in eine Schüssel geben und mit Salz bestreuen.
In die Mitte eine Mulde drücken.
200ml Mandelmilch hineingießen und die Hefe darüberstreuen.
Agavendicksaft und Essig zugeben und mit der Mandelmilch verrühren.
Dann die restliche Mandelmilch zugießen und alles zu einem zähen Teig verrühren.
Zum Schluss die Sonnenblumenkerne unterkneten.
Den Hefeteig zum Gehen ca. 15 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen.
Dann nochmals gut durchkneten und als flaches Brot in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben und glatt streichen.
Brotteig in den kalten Backofen schieben und bei 220°C (Umluft 200°C) ca. 45 Minuten backen.
Brot aus dem Ofen nehmen , aus der Form stürzen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.





Der knubbelige Klecks ist übrigens selbstgemachter Obatzda. Yummi! Legst di nieder!
Rezept findet ihr auch auf diesem Blog - es ist bereits aus 2014 und ist hier zu finden.

Das Brot schmeckt auch am zweiten und dritten Tag noch phantastisch - überhaupt nicht trocken, ganz im Gegenteil. Das Rezept stammt ursprünglich aus der Zeitschrift HeimatKüche, die es leider seit einiger Zeit nicht mehr im Handel gibt.
Natürlich können die Körner auch wahlweise ausgetauscht werden - Kürbiskerne sind ja auch derzeit recht angesagt.

Lasst es euch schmecken und habt noch einen wunderbaren Herbst-Sonntag!

Sonntag, 9. Oktober 2016

Quitte? Bitte!

Moinsen!

Meine Güte, ist das lausig kalt draußen geworden.
Bei euch auch?
Beim morgendlichen Radweg zum Bahnhof dürfen die Handschuhe bereits nicht mehr fehlen.
Gut...ist auch 5 Uhr in der Früh...aber dennoch.
Mit einem Paukenschlag ist es plötzlich Herbst geworden. Mit allem, was dazu gehört.
Gelb-rotes Laub, Nieselregen - stundenlang - , trübes Licht, Kälte.
Zeit sich wieder den gemütlichen Dingen zu widmen: mit Kuscheldecke und Lieblingsbuch auf das Sofa verkrümeln, Teekanne auf das Stövchen und auch den Speiseplan wieder auf wärmende Suppe, Flammkuchen, Aufläufen und Co. umstellen.
Der Wochenmarkt hat derzeit ja ein berauschendes Angebot an Herbst-Gemüsen, Pilzen, knackig-frischen Äpfeln, Birnen und so manches mehr.
Wie wäre es zum Beispiel mit "Quitten".




Nun?
Zugegeben: die Früchte sind ein wenig eigen.
Roh ungenießbar, holzig, sauer und hart wie Kruppstahl.
Die Saison für Quitten startet etwa Ende September und man kann sie bis in den späten November hinein pflücken. Damit zählen die Früchte zu den spätesten Obstsorten des Jahres.
In Supermärkten sucht man sie eigentlich vergeblich - vielleicht weil sie recht empfindlich sind.
Sie bekommen schnell Druckstellen und verderben dann leicht.
Den bräunlichen Flaum muss man vor dem Verarbeiten übrigens abrubbeln - er enthält miese Bitterstoffe.
Quitten sind recht vielfältig zu verarbeiten: von Kompott, Gelee, Konfitüre, Kuchen bis hin zu herzhaften Gerichten oder Likören - alles geht.

Wir haben uns heute mal für einen simplen Klassiker entschieden: Konfitüre.
Jipp.
Selbstgemacht immer wieder toll. Dieses Rezept besticht durch die Kombi mit Orange und natürlich dem Kardamom. 
Geschmacklich einfach ein mega-mega Schub von "Sonnenschein-Feeling".
Aber sowas von.....
Und das war irgendwie dieses Wochenende dringend erforderlich.



Quitten-Orangen-Kardamom-Konfitüre


500g Quitten (reines Fruchtfleisch)
Gelierzucker 2:1 - passend zum endgültigen Gewicht (siehe im Rezept später)
1/2 Liter O-Saft
Saft einer Orange
4 Kardamomkapseln
5g Zitronensäure

Saft der Orange + zerstoßene Kardamomkapseln mit 250ml O-Saft in einen Topf geben.

Quitten gründlich abreiben (am besten mit einem Küchentuch), waschen, vierteln und schälen.
Vom Kerngehäuse befreien und das Fruchtfleisch würfeln.
Zum O-Saft geben und in ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze weich kochen.


Kardamonschalen herausnehmen.
Quitten pürieren und den restlichen O-Saft (250ml) zufügen.
Menge wiegen und passend dazu den Gelierzucker berechnen und unterrühren.
Alles wieder in den Topf zurück - auch die Zitronensäure unterrühren.
Masse 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.
Noch heiß in saubere Gläser abfüllen.





Die Konfitüre schmeckt übrigens nicht nur zu Brot/Brötchen, sondern auch unter Quark oder im Joghurt absolut genial.

Allen eine wunderschöne Herbstwoche!

Sonntag, 2. Oktober 2016

Geburtstags-Muffins

Am 17.September 2004 erblickte der Kochtopf-Blog von Zorra das Licht der Welt.
Oh-mein-Gott!
12 Jahre ist das her!
Was für eine unglaublich lange Zeit.
Gelegenheit hier jetzt und an dieser Stelle ein paar Jubelrufe und heftigen Beifall zu spenden.
Yeah - klasse!
Geburtstagskinder dürfen sich ja bekannterweise etwas wünschen.
Zorra wünscht sich zum Blog-Geburtstag Muffins.

Geburtstags-Blog-Event CXXIV - Muffins (Einsendeschluss 15. Oktober 2016 - Icons made by Freepik from www.flaticon.com)

Ach, Hase. Nix leichter als das.
Seit etlichen Jahren (könnte auch Jahrzehnte schreiben, aber da ist man schlagartig so alt) gibt es bei uns ein begehrtes & immer wieder sau-leckeres Muffin-Rezept.
Basis ist dabei "Apfel mit Marzipan" und wir sind jedes Mal am Schwanken, ob sie denn nun frisch und noch lauwarm am besten schmecken oder einen Tag alt und ein wenig durchgezogen. Ommnommmm....
Den dritten Tag haben sie bislang noch nicht erlebt, so dass uns diesbezüglich entsprechende Erfahrungswerte gänzlich fehlen.

Rein von der handwerklichen/technischen Back-Anforderung sind Muffins ja recht entspannt herzustellen. Die Dinger ins rechte Licht zu setzen pusht die Messlatte jedoch extrem nach oben.
Muffins sind auf den ersten Blick so fotogen wie in eine in Milch schwimmende Haferflocke.
Wupp...!
12 Stück aneinander liegend...oder auch mal einzeln....vielleicht auch in Grüppchen.
Mal mit buntem Paperförmchen - oder verwegen mit Schleife.
Doch es ist und bleibt einfach ein kleines knubbeliges Stückchen Teig.
Seufz.
Aber nun denn... Genau diese Herausforderungen haben wir ja in den letzten Wochen vermisst.

Also zunächst einmal frisch ans Werk bzw. in die Küche, um die Teile überhaupt herzustellen:


Apfel-Marzipan-Muffins


Für 12 Stück einer normalen Muffin Form:
1 kleiner Apfel (z.B  Boskop)
150g Mehl
1 1/2 TL Backpulver
50g gehackte Mandeln
120g Butter oder Margarine
110g Zucker
1/2 Päckchen Vanillezucker
Prise Salz
2 Eier (Größe M)
6EL Vollmilch
100g Marzipanrohmasse (super-super klein geschnitten oder Methode hab ich mal entdeckt: Marzipan kurz anfrieren lassen und dann grob reiben. Es super.)
Fett für die Form (es sei denn, man nutzt Papierförmchen)


Streusel
60g Mehl
35g Butter
30g Zucker
Prise Zimt

Muffinform (so sie ausschließlich genutzt wird) ausfetten - Form kühl stellen.
Backofen auf 200°C (Umluft 180°C) vorheizen.

Zunächst die Zutaten für die Streusel schnell in einer Schüssel verkneten, bis sich Streusel ergeben.
Für diese Muffins sollten sie recht klein sein.
Streusel zur Seite stellen.

Apfel waschen, schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden.
Mehl und Backpulver sieben. Mit Mandeln und Apfelwürfeln vermischen.

Fett schaumig rühren, Zucker/Vanillezucker/Salz nach und nach zufügen, Eier einzeln unterschlagen. Milch und die Marzipanrohmasse dazu.
Anschließend die Mehlmischung unterheben und glattrühren.

Teig in die Formen füllen, Streusel drüber, ab in den Ofen und 15-20 Minuten backen.

Und bitteschön - da sind sie nun:






Liebe Zorra - alles Gute zum Blog-Geburtstag.
Wir wünschen uns noch viele, viele tolle Beiträge und Blog-Events von dir.
Und eines wäre obergalaktisch genial: dich mal persönlich auf einen Muffin und eine Tasse Kaffee zu treffen. Vielleicht klappt das ja mal.

Wir freuen uns jetzt erstmal kringelig, dass wir wieder online sind und es weiter geht mit unserem Blog. Danke nochmal an alle, die uns während der Pause die Treue gehalten haben.
Ihr seid toll!

Samstag, 1. Oktober 2016

Zurück....

Zwei Wochen waren wir unterwegs auf dem portugiesischen Jakobsweg.
Die Zeit auf dem "Caminho" war das wohl beeindruckendste, nachhaltigste Erlebnis in unserem Leben. So vieles haben wir mitgenommen - so vieles hat uns bewegt.




Bereits seit Mitte Juli sind wir nun zurück.
Zumindest körperlich.
Ein Teil von uns scheint immer noch dort.
Es wird noch lange, lange Zeit brauchen, bis wir all die Eindrücke, all die Erlebnisse wirklich verarbeitet haben.
Irgendwann, wenn die Tausende (ja, es sind wirklich so viele) Fotos gesichtet und bearbeitet sind, wenn die stichwortartigen Tagebucheinträge in eine lesbare Form gebracht sind, dann wird es sicherlich - zumindest auszugsweise - auch einen "Reiter" in diesem Blog dazu geben.
Einfach, weil es ein unglaublicher und wundervoller Teil unseres Lebens ist.


Die Pause auf diesem Blog war geplant und ganz bewusst.
Wir haben die letzten drei Monate intensiv überlegt, ob wir weiter bloggen sollen.
Nein....ob wir weiter bloggen wollen.
Und aus einem anfänglichen "hmmm...nö..." wurde ein "och, vielleicht ja doch" und schließlich ein
"geht einfach irgendwie nicht ohne"!
So sind wir wieder hier und starten frisch und mit enorm viel Energie.
Dabei bleibt es aber absolut bei den uns wichtigen Punkten: saisonal...altbewährt...kein großer Schnick und Schnack.
Na klar : und natürlich "immer wieder sonntags"!
Also bis morgen dann!