Sonntag, 9. August 2015

Das Beste zum Schluss

Seufz.
Wer hat an der Uhr gedreht?
Unsere 16 Tage Urlaub sind heute vorbei.
Morgen - mit dem Klingeln des Weckers um 4:03 Uhr werden wir wieder wie eine Flipperkugel zurück in den Arbeitsalltag katapultiert!
Zack und ab.
Aber heute, ja heute ist das noch in weiter Ferne.
Entsprechend haben wir auch unseren Tag gestaltet.
Das fing schon mit einem super, super üppigen Frühstück an und mit: selbstgemachten Brötchen.
Ja-haa!

http://www.kochtopf.me/rezept-synchronbacken-augustDiese stammen aus der Aktion "Synchronbacken", die gemeinschaftlich von Zorra (klick) und Sandra From-Snuggs-Kitchen (klick) ausgerufen wurde.

Bereits Pfingsten haben wir an diesem kollektiven Backevent teilgenommen und hatten wirklich unseren Spaß daran.

Eigentlich veröffentlichen alle Teilnehmer erst morgen - am Montag - ihre entsprechenden Blogbeiträge.
Doch da bei uns morgen kaum mit einem geeigneten Zeitkorridor zu rechnen ist, weichen wir mal von dieser Vorgabe ab.

Das Synchronbacken ging gestern also in eine neue Runde und das entsprechende Rezept dafür stammte von "Hefe und mehr" (klick).
"Sonntagsbrötchen" lautete die Aufgabe für alle und nachfolgend haben wir mal dieses Rezept eingestellt.



Sonntagsbrötchen

ergibt etwa 18 Brötchen

Milch roux
30g Mehl (Type 550)
150g Milch

Teig

gesamter Milch roux
1000g Mehl (Type 550)
50g Milch
500g Wasser
30g Zucker
1g Hefe
20g Salz
90g Butter

Für den Milch roux Mehl mit Milch klümpchenfrei verrühren, dann auf den Herd unter ständigen Rühren auf 65°C erwärmen (dauert ca 3 min).
In eine Schüssel umfüllen und mit Frischhaltefolie abdecken, so dass die Oberfläche nicht austrocknet.
Auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
Noch besser 6-8 Stunden.

Dann alle Zutaten für den Teig erst 5 min auf langsamer Stufe in der Küchenmaschine, dann weiter 10 min auf mittlere Geschwindigkeit kneten.

Den Teig 16 Stunden (über Nacht) bei Raumtemperatur gehen lassen.

Am nächsten Morgen den Backstein im Backofen auf 250°C vorheizen.
In der Zwischenzeit den Teig in 80g Stücke teilen und zu ovalen Brötchen formen.

Die Brötchen 45 min gehen lassen.

Die Brötchen längs einschneiden, in den Ofen einschießen und mit einer Blumespritze die Seitenwände einsprühen um für Dampf zu sorgen.
Die Brötchen für 20 min bei 250°C backen.
Die letzten 10 min der Backzeit auf Umluft schalten und die Ofentüre einen Spaltweit öffnen. Dadurch werden die Brötchen besonders knusprig.


Soweit also die Aufgabe bzw. Vorgabe.

Am Samstagmorgen starteten alle gemeinschaftlich mit dem Ansetzen einer sog. Roux.
Ähmmm? Was? "Roux"?
Also wir wussten bis dato ehrlich gesagt nix damit anzufangen.
Die allwissende Datenmüllhalle brachte mal wieder Licht in unsere Unwissenheit: Die Milchroux ist eine Form von „Vorteig“, bei der Milch und Mehl erhitzt werden. Dadurch quillt die Stärke auf und bindet mehr Wasser, was die Brötchen weicher und länger haltbar machen soll.


Ok. Derartig mit Wissen gestärkt bereiteten wir also problemlos diesen Vorteig noch vor dem Einkaufen zu und ließen die Roux dann erstmal ruhen. 8 Stunden lang.

Schritt zwei war dann das Vermengen aller Zutaten, wobei sich zwei Knackpunkte ergaben:
a) wir hatten die Menge halbiert und benötigen die sagenhafte Menge von 0,5g Hefe. Wow. Genialerweise sind wir jedoch seit letzter Woche im Besitz einer sog. Löffelwaage. Die kann in unglaublichen 0,1g-Schritten abwiegen und war dafür einfach perfekt.
b) Unser Küchen-Maschinen-Park beinhaltet nur einen Handmixer.


Die 15 Minuten Knetzeit brachten ihn fast an den Rande des Sperrmülls. Aber: er hat hat tapfer durchgehalten.

Der Teig durfte die ganze Nacht über bei Raumtemperatur gehen und heute früh wurden dann die Brötchen geformt und gebacken.




Auf die Temperatureinstellungen unseres Ofens ist leider kaum Verlass. Unsere Backstücke mussten nach 15 Minuten schon der Hitzehölle entfliehen. Zu diesem Zeitpunkt waren sie auch noch wunderbar knusprig.
Nach der anschließenden Fotosession hatte sich das allerdings erledigt.
Übrigens eine allgemeine Erkenntnis des letzten Foodblog-Jahres: am Sonntag gibt es kein warmes Essen mehr frisch vom Herd...es ist immer nur lau... Sachen aus dem Kühl- oder Eisschrank hingegen sind auch lau - bzw. halb aufgetaut.
Der Magen hängt halb in den Kniekehlen - man sieht das Essen in greifbarer Nähe - aber...die Fotos sind halt noch nicht so wie erhofft - also heißt es warten und Geduld haben...und Hunger!

Zurück zu den Brötchen.
Die waren klasse. Ob Pore und Krume nun dem Ideal entsprachen oder nicht - egal.
Sie waren lecker und zwar sowas von.
Dazu gab es übrigens noch eigene Butter (klick) und unsere Kirsch-Bananen-Marmelade (klick). Schleck! Toller Start in den Tag!






Der Rest des Tages lief übrigens auch irgendwie so grandios entspannend ab, dass wir den heutigen Sonntag eigentlich als den schönsten Urlaubstag erklären können.
Ein wunderbarer und toller Abschluss - und ein paar Stunden bleiben ja auch noch.

Bis nächsten Sonntag - mal schauen, wie urlaubsreif wir nach der ersten Woche dann schon wieder sind.

Kommentare:

  1. Eure Brötchen sind wirklich wunderbar geworden! Schön, dass Ihr wieder mitgebacken habt. Wir schauen schon nach dem nächsten Termin & Rezept ;)

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    1. Huhuuu!
      Freu.... :)
      Danke dir und Zorra nochmal für die Idee und Umsetzung. Wir sind schon gespannt auf das nächste Thema!

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  2. Habt ihr toll gemeistert, vor allem mit dem Handrührgerät! Bravo! Wir freuen uns schon aufs nächste #synchronbacken und hoffen ihr seid wieder dabei!

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    1. Grins....wir haben aber auch wirklich gedacht, das Teil löst sich jeden Moment in Rauch auf.
      Falls ihr beim nächsten Thema etwas mit mehr als 15 min. Knetzeit aussuchen solltet, müssten wir vorher mal mit der Fa. Kitchenaid Kontakt aufnehmen. ;)
      Danke auch dir nochmal für die tolle Begleitung - es ist immer wieder klasse!

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  3. Wow, mit dem Handrührgerät! Meine Kitchenaid hatte ja schon echt schwer zu schaffen. ;-)
    Die Brötchen sind euch echt gut gelungen und die Fotos sind echt superschön!

    Ich wünsch euch einen guten Start in die Arbeitswoche.

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    1. Moinsen!
      Ach, danke dir! Wie oben schon geschrieben: es hätte nicht wirklich länger dauern dürfen.
      Über den Geschmack der Brötchen waren wir wirklich positiv erstaunt. Voll lecker...
      Der erste Tag ist übrigens geschafft und war wie erwartet...gruselig. ;) Liebe Grüße!

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  4. Bei den Bildern könnte man glatt auch am Abend frühstücken...sind euch total gelungen.

    Lieben Gruß
    Dagmar

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    1. Moin Dagmar!
      Danke für deinen lieben Kommentar!
      Wir haben die Brötchen übrigens nicht auf einmal geschafft und hatten somit abends auch noch welche. Waren da auch super lecker. Die Mühe hat sich wirklich gelohnt.

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  5. Eure Brötchen sehen zum Reinbeissen lecker aus! Und überhaupt wunderschöne tolle Fotos!!

    Und ein Kompliment an das Handrührgerät! Ich habe mir schon überlegt, ob das wohl auch ginge, wenn man überhaupt keine Knethilfe zur Verfügung hat? Wenn man an einem Ort im Urlaub ist oder so und nicht die gewohnten Helferlein zur Hand hat...wohl eine klebrige Angelegenheit, aber bestimmt auch machbar.

    Liebe Grüsse
    tris

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    1. Huhuuu!
      Dankeschön! Wir hatten sooo viel Spaß bei der Aktion.
      Ja, unser Mixer hat sich wacker geschlagen. Mit einem Holzlöffel - also vollkommen maschinenfrei - hätte man sicherlich einen kaputten Arm bekommen. Wäre aber mal einen Versuch wert, ob das auch klappen würde.
      Ganz liebe Grüße von uns zurück! Petra und Michael

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