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Sonntag, 19. Juni 2016

Zeit für Glücksgefühle

In wenigen Tagen ist es soweit: unser Urlaub steht vor der Tür.
Am Freitag geht es dann endlich los auf den Jakobsweg von Portugal nach Spanien.
Was seit Februar Stück für Stück geplant wurde, beginnt dann tatsächlich und wird Realität.
Derzeit sind wir noch in der "Optimierungs-Phase".
Und das rundum.
Welches Teil soll unbedingt mit - was kann getrost in der Ecke bleiben...vielleicht doch das grüne
T-Shirt und nicht das blaue...noch ein wenig Hirschtalg für die Füße und was lassen wir Ma als Aufmerksamkeit Zuhause (schließlich hütet sie ja Haus und auch Nachbarkatze)?
Seufz - Fragen über Fragen....


Was da der Seele gut tut ist: KUCHEN!
Ja!
Und zwar ein echter Klassiker. Seit Generationen gebacken und eigentlich in seiner Zusammensetzung unverändert geblieben.
Na? Idee?
Nein - heute mal kein Käsekuchen.
Trifft die Beschreibung zwar auch - ist es aber nicht.
Marmorkuchen steht nämlich auf dem Plan.
Von Omma schon auf diese Art und Weise zusammengerührt und jetzt bei uns auf'm Tisch.
Quasi die Diplomatie in Kuchenform: eine Hälfte weiß - eine Hälfte braun.
Für jeden was dabei - schnell, unkompliziert, gelingsicher, glücklich in Kasten-, Spring- oder Guglhupfform.
Also - Rührschüssel gefüllt und los!


Marmorkuchen

Form (Kasten/Spring/Guglhupf) fetten

250g Margarine oder Butter
250g Zucker
1 Pk. Vanillezucker
4 Eier (Größe M)
500g Mehl
1/8l Vollmilch
1 Pk. Backpulver

Fett mit Zucker cremig aufschlagen, Eier einzeln unterrühren.
Mehl mit Backpulver mischen und nach und nach zusammen mit der Milch in den Teig rühren.

1/3 oder 1/2 vom Teig abnehmen.
Mit 40g holländischen Kakao
30g Zucker
2EL Milch und
1EL Rum verrühren.

Hellen Teig nach Belieben mit 1EL Eierlikör und 2EL gehackten Mandeln vermengen.

Die beiden Sorten abwechselnd in die Form geben - evt. mit einer Gabel oder einer Stricknadel durchziehen, so dass das typische Muster entsteht.

Ca. 60 Minuten bei 175°C (Ober-/Unterhitze) backen.
Eine (ofenfeste) Schale mit Wasser mit den Herd stellen - dadurch wird der Kuchen super fluffig und saftig!



Ma und ich haben immer einen Freudentanz aufgeführt, wenn bei Oma der Kuchen einen klebrigen Streifen hatte.
Sie nannte das immer "Klitsch" und war über das Ergebnis unglücklich bis ins Mark.
Konnten wir nie verstehen - wir haben und jedesmal gefreut wie Bolle.

Heute war leider kein "Klitsch-Streifen" zu entdecken - aber sau-lecker war er trotzdem.





So.
Und jetzt verabschieden wir uns mal.
Denn auch wenn "Ma" auf's Haus aufpasst - unseren Blog übernimmt sie in der Zeit nicht.

Ob wir nach unserer Tour weiter machen?
Wir wissen es ehrlich gesagt nicht.
Doch wir haben jetzt eine Menge Zeit, auf unserem Weg darüber nachzudenken.
Wie über so vieles anderes mehr....

In Hamburg sagt man "Tschüß" - so machen wir es jetzt auch.
Tschüß - macht's erstmal gut!


Sonntag, 15. Mai 2016

Pfingstwetter...zero Points...

Grummel, grummel.
So, Handhoch:
Was hat die Platzierung des deutschen Beitrages beim gestrigen ESC mit dem aktuellen Wetter der letzten zwei Tage gemeinsam?
Nun??
Genau: beides ist schlichtweg einfach "unterirdisch".

Und was hilft bei schlechter Laune und schlechtem Wetter?
Kuchen!!!!
Noch besser: Käsekuchen.
Am aller-aller-besten: Käsekuchen mit Streuseln!
Ausgiebig...frisch...duftig und fluffig.

Also, ab in die Küche!



Rhabarber-Käsekuchen mit Streuseln

für ein Backblech

Für den Hefeteig
25g frische Hefe
175ml lauwarme Milch
1TL Zucker
400g Mehl
1Prise Salz
70g Zucker
75g weiche Butter
1 Ei (Größe M)

Quark-Fruchtmasse
900g Rhabarber
1kg Magerquark
100g flüssige Butter
3 Eier (Größe M)
100g Zucker
3EL Vanille-Puddingpulver

Streusel
300g Mehl
175g weiche Butter
150g Zucker

Zubereitung
Hefe in die lauwarme Milch bröckeln, Rühren, bis sie sich aufgelöst hat.
1TL Zucker zufrügen - Hefemilch kurz stehen lassen.
Mehl, Salz, Zucker vermischen.
Mit der weichen Butter, dem Ei und der Hefemilch ca. 3 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
Teig zudeckt etwa 40 Minuten gehen lassen.

Rahbarber putzen, waschen und in 2cm große Stücke schneiden.
Quark, flüssige Butter, Eier, Zucker und Puddingpulver verrühren.

Ofen auf 190°C (Umluft 170°C) vorheizen.
Backblech einfetten.

Streusel-Zutaten in einer Schüssel vermengen und mit den Händen schnell zu Streuseln verarbeiten.

Teig nach dem Gehen kurz durchkneten, auf dem Blech ausrollen.
Hälfte der Rhabarberstücke darauf verteilen und Hälfte der Quarkmasse drübergießen.
Dann restlichen Rhabarber drüber geben und mit der Quarkmasse abschließen. (Hab ich dieses Mal ehrlich gesagt vergessen, darum tummeln sich die Rhabarberstücke alle unten am Boden...grmpf).
Zum Schluss Streusel gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen und diesen im Ofen ca. 40 Minuten backen. Herausnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.





Dann gnadenlos drüber hermachen und futtern, bis man Bauchweh hat.
In diesem Blog ist das nunmehr das dritte Rhabarber-Rezept (es gab schon Rhabarber-Cheesecake & den Rhabarberkuchen unter der Baiserhaube) und es fällt uns extrem schwer, einen Liebling zu küren.
Die Stangen sind einfach super wandelbar und geben eine herrlich erfrischende Note.
Somit Rhabarber - 12 Punkte!!!!!

Sonntag, 24. April 2016

Buchvorstellung: "Beerenglück für Genießer"

Jippie - endlich geht es wieder los: die bärigen...pardon, beerigen Zeiten fangen wieder an!
Tiefgekühlt oder eingemacht lassen sie zwar auch in der Winterzeit ein klein wenig die Sonne scheinen, doch es geht doch nix über die Früchte so knicke-knacke frisch vom Strauch.
Göttlich, oder?
Wir sind jedenfalls riesige Fans dieser Vitamin-C-Spender und haben uns daher sehr gefreut, ein passendes Buch von der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt zu bekommen:



Karl Newedel ist Foodstylist, Fotograf und Autor. Seine Laufbahn begann er als Kochlehrling im Hotel Vier Jahreszeiten in München. Nach 11 Jahren in der renommierten Gastronomie arbeitete er ab 1982 als Foodstylist und entdeckte seine Liebe zur Fotografie. 1996 dann eröffnete er sein eigenes Fotostudio, in dem zahlreiche - zum Teil national wie international - ausgezeichnete Kochbücher entstanden sind.

Wer wissen möchte, was für Rezepte sich im Buch verbergen, muss ganz zum Ende blättern - dort findet man die Rezepte einmal nach Beerensorten (sehr praktisch) und einmal alphabetisch sortiert.

Aufgeteilt in die Kapitel
- Erdbeeren
- Brombeeren
- Johannisbeeren
- Himbeeren
- Heidelbeeren
- Preiselbeeren
- Stachelbeeren
- Beerenmischung

findet man dort von Desserts, über Kuchen/Torten bis hin zu Saucen und Likörs alles, was das Beeren-Herz begehrt.
Mit gut beschriebenen Schritt-für-Schritt-Anleitungen und durch ein vollseitigen Foto vom Endprodukt ergänzt, kann eigentlich nix schief gehen.
Vielleicht eine kleine Kostprobe gefällig?
Erdbeer-Milchreistorte, Beerentiramisu mit Minzpesto, Kalte Sommersuppe mit Nussquark, Cassis-Sahne-Kuchen, Panna cotta mit Baileys und Heidelbeeren oder z.B. Buchweizenküchlein mit Beerensauce verlocken zum Ausprobieren.

Hätten wir es gekauft?
Ja. Eindeutig ja.
Das Buch ist nicht überfrachtet - die bunte, beerige Vielfalt hat für jeden etwas parat und die Fotos sind schön und machen einfach Appetit.
Wir haben derzeit ein Rezept ausprobiert, sind uns aber sehr, sehr sicher, dass da noch weitere in den kommenden Wochen folgen werden.

Erschienen am 28.03.2016 im Verlag Bassermann Inspiration
32 Rezepte / 80 Seiten
Preis €12,99
ISBN: 978-3-572-08171-4

Bei uns war die Wahl für das Test-Rezept sehr schnell auf  die "Erdbeer-Milchreistorte" gefallen:





Erdbeer-Milchreis-Torte

für eine Springform von 26cm Durchmesser

Für den Boden
250g Amarettini (italienische Makronen)
100g zerlassene Butter
2EL Holunderblütensirup

Für die Füllung
8 Blatt Gelatine
300g Rhabarber
100ml Erdbeersirup
400g fertiger Milchreis (z.B. von hier)
350g Sahne
1 Päckchen Vanillezucker
750g Erdbeeren
4EL Holunderblütensirup

Eine Springform mit Backpapier auslegen.
Die Amarettini in einem Gefrierbeutel zerbröseln, mit Butter und Holunderblütensirup gut vermischen, auf dem Boden der Form verteilen und fest andrücken.
30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen.

In der Zwischenzeit die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
Den Rhabarber in 1cm große Stücke schneiden und mit dem Erdbeersirup weich kochen.
Die ausgedrückte Gelatine darin auflösen und den Milchreis unterrühren.

Die Sahne mit Vanillezucker steif schlagen.
Die Hälfte der Erdbeeren vierteln und mit der geschlagenen Sahne vorsichtig unter den Rhabarber-Reis geben.
Die Masse auf dem Tortenboden verteilen und im Kühlschrank min. 6 Stunden fest werden lassen.

Die restlichen Erdbeeren in Scheiben schneiden, in Holunderblütensirup marinieren und kurz vor dem Servieren auf der Torte verteilen.

Auch für den Erdbeersirup gibt es übrigens ein Rezept:


Für ca. 1 Liter Sirup
1,5 kg klein geschnittene Erdbeeren mit 100g Zucker mischen und 1 Stunde Saft ziehen lassen.
100ml Zitronensaft zugeben, alles aufkochen, dann 10 Minuten bei mittlerer Hitze unter Rühren köcheln lassen.
Die Masse in ein mit einem Passiertuch ausgelegtes Sieb geben, mit einem Teller beschweren und am besten über Nacht abtropfen lassen.
Den entstandenen Erdbeersaft mit 200g Zucker aufkochen, mit einem Esslöffel abschäumen, den Sirup heiß in saubere Flaschen füllen und sofort verschließen.
Abkühlen lassen.
Im Kühlschrank aufbewahrt hält er sich ungeöffnet min. 8 Wochen, geöffnet ca. 2-3 Wochen.

Und das war unser Ergebnis:





Optisch und geschmacklich wirklich sehr, sehr klasse.
Fruchtig - nicht zu süß - einfach eine tolle Frühlingsleckerei.
Sofern hier der Erdbeer-Sirup selber gemacht wird, sollte jedoch der Arbeitsaufwand nicht unterschätzt werden. Es kommt doch einiges an Zeit zusammen.
Aber auch hier muss man sagen: lohnt sich!

In diesem Sinne: bärige/beerige Woche!


Hinweis: Das Buch haben wir freundlicherweise von der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt bekommen. 
Der Inhalt dieser Rezension spiegelt jedoch ausschließlich unsere Meinung wieder.

Sonntag, 10. April 2016

Hoch soll'n sie leben!!!! Hoch!

Hach!
Unsere Probleme mit unserem Internet-Anbieter sind endlich im Griff.
Wir haben wieder Zugang zur großen elektronischen Welt da draußen und so ist hier nun (mit einiger Verspätung) unser Bericht vom letzten Sonntag:

Wieder einmal ein Beitrag aus der Rubrik "Küchen-Experimente"...
Vor einigen Wochen kam Michael mit einer speziellen Backform nach Hause.
"Duuuu - guck mal....!"
Was aussah wie ein überdimensionaler Adventkerzenhalter (mit Platz für 12 Kerzen - grins) entpuppte sich als sog. "Mini-PopOver-Form".
Das Teil gibt's übrigens auch mit 6 Mulden - die sind dann allerdings auch entsprechend größer.

Hmmm...und was sind jetzt PopOvers?
Nach letztem Sonntag müssen wir eindeutig sagen: "Spannende Gebäckteilchen!"
Unbedingt zum Nachbacken geeignet!
Neugierig?
Dann zunächst einmal ein kleiner Erklär-Bär:
Die Teilchen sind in Deutschland noch nicht soooo bekannt.
Es handelt sich um einen Teig, der mit einer recht übersichtlichen Menge an Zutaten auskommt (Mehl, Milch, Eier, Butter und ggfs. herzhafte oder süße Ergänzungen).
Trotz fehlendem Backpulver, Hefe oder Natron schießen die Backwerke im Ofen nach oben wie "Schmitz-Katze".
Räusper...wenn es den alles 100% gut läuft.
Sie sehen dann aus wie Mega-Muffins - sind innen hohl wie Windbeutel, haben einen dünnen Teigmantel und sind aussen goldbraun.
Soviel erstmal zur Theorie - jetzt die Praxis....:

Wir starteten heute nun also Versuch Nummer 1 und auch, wenn das Ergebnis nicht so ganz dem Vorlagen-Katalog der ersten Back-Klasse entspricht (nicht so extrem aufgegangen und sie waren auch innerlich nicht hohl), so schmeckten sie einfach grandios.


Kräuter-Käse-PopOvers

- für Form mit 12 "Mini"-PopOvers -

Hinweis: alle Zutaten (bis auf die geschmolzene Butter) sollten zimmerwarm sein!

2 Eier
240ml Vollmilch
130g Mehl (Type 550)
15g Butter (geschmolzen)
1/4TL Salz
50g geriebener Grana-Padano
1EL getrocknete Kräuter

Backofen zunächst auf 220°C vorheizen.
PopOver-Form gut mit Butter einfetten.

Flüssige Butter, Eier, Milch und Salz kurz mit dem Schneebesen verschlagen.
Mehl sieben und dann auf einmal zugeben und schnell zu einem glatten Teig verrühren (rührt man zu lange, wird das Ergebnis nicht soooo toll).
Anschließend rasch den Käse und die Kräuter untermengen.
Das gefettete Blech für 2-3 Minuten zum Vorheizen in den heißen Ofen geben.
In der Zwischenzeit den Teig in ein geeignetes Gefäß mit Ausgießer füllen, das ein sauberes und schnelles Einfüllen in die Förmchen zulässt.
Heißes Blech aus dem Ofen nehmen und zügig mit dem Teig befüllen.
Die Förmchen sollen etwa zu zwei Dritteln gefüllt werden.

Blech sofort wieder in den Ofen schieben (eine Schiene unterhalb der Mitte) und für 15 Minuten backen. Dann die Temperatur auf 180°C reduzieren (Ofen nicht öffnen - sonst fallen die Teile zusammen!) und weitere 15-20 Minuten backen.

Form aus dem Ofen nehmen - die PopOvers vorsichtig aus der Form heben und noch warm genießen.






Ey - sind das leckere Dinger...
Können wir uns suuuper für de kommende Grillsaison als Beilage vorstellen - oder aber auch ganz schlicht zu einem frischen Salat.
Göttlich!
Seufz - und auch die süße Variante reizt uns maßlos....so frisch aus dem Ofen....mit Butter....
Schleck!

Mittwoch, 23. März 2016

Synchronbacken - Runde 9

Hoppeldi - hoppeldi - hoppeldi...
Am Wochenende ging es bereits österlich bei uns zu.
Nicht nur, dass wir genüsslich den ein oder anderen selbstgerührten Eierlikör verdrückten.
Nein!


Zusätzlich gab es auch ein weiteres Back-Experiment aus der Rubrik "Synchronbacken".
Und was für eines!
Wir halten ja ehrlich gesagt immer ein wenig den Atem an, wenn ein paar Tage vor dem Backtag-x das Thema mit dem entsprechenden Rezept veröffentlicht wird.
Alles mit der Zutat "Hefe" lässt bei uns nämlich die Schweißperlen sprießen.
Wir sind einfach nicht die besten Freunde - was sicherlich auch ein wenig an unserem Herd liegt, dessen Einstellungen irgendwie abenteuerlich sind und recht gruselige Ergebnisse zu Tage bringen kann.

Auch diesmal hieß es wieder kräftig Luft holen, als wir bei Zorra die Ausschreibung von ihr und Sandra lasen: Ein Oster- bzw. Frühlingskranz sollte es werden.
Mit....jaaaa....Hefe.
Da war sie wieder: unsere Angstzutat.
Aber erneut haben wir uns tapfer gestellt und rückblickend betrachtet, war es das beste Rezept, das wir in all der Zeit nachgebacken haben.

Lust auf einen Versuch?
Hier das Originalrezept aus der Feder von Sally:




Oster Kranz

Zutaten für 1 Kranz

Hefeteig:
500g Mehl
100ml Milch
3 Eier
100g Butter
1 Würfel Hefe
2EL Wasser*
50g Zucker
1TL Salz
Vanilleextrakt
Zitronenschalenabrieb

Füllung:
200 g Marzipanrohmasse
200 g Mandeln gemahlen*
150 ml Milch
2 TL Zimt

Zum Bestreichen:
1 Eigelb
1 Pr. Zucker
1 EL Milch

Außerdem:
Puderzucker, süßer Schnee
oder:
2 EL Zitronensaft
 100 g Puderzucker
Zubereitung:
Die Hefe im Wasser auflösen, etwas Zucker hinzufügen und gut verrühren.
Hefemischung, Milch, Eier, restlichen Zucker, Vanille, Zitronenschalenabrieb und ca. ¾ des Mehls in eine Schüssel geben, verkneten.
Butter und restliches Mehl nach und nach hinzufügen, bis ein glatter Teig entsteht.
Diesen ca. 7 Minuten kneten, damit er nicht mehr klebt. Daraus eine Kugel formen, die Schüssel bemehlen und den Teig darin abgedeckt ca. 30-60 Min. aufgehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

Inzwischen die Füllung herstellen: dafür alle Zutaten in einem Mixer verrühren und beiseite stellen. Bei Bedarf Zucker hinzufügen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 40x60 cm groß ausrollen, mit der Füllung bestreichen und von der langen Seite her aufrollen. Mittig durchschneiden und den Zopf flechten.



Auf ein Blech setzen und dabei einen Kranz bilden.
Die Enden miteinander verbinden.
Den Kranz abdecken und nochmals ca. 30-60 Min. gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
Eigelb, Zucker und Milch verrühren und den Kranz damit bestreichen.
Im vorgeheizten Ofen bei 190°C für ca. 35 Min. backen.


Anschließend entweder abkühlen lassen und mit Puderzucker oder besser mit süßem Schnee bestäuben.
Oder den Zopf noch warm mit einer Puderzucker-Zitronenglasur bestreichen.
Dafür Zitronensaft und Puderzucker vermischen und den Kranz damit bestreichen, fest werden lassen und servieren.

*) Was haben wir verändert?
Nicht wirklich viel.
Die Hefe haben wir ohne Wasser angerührt.
Einfach den Würfel nur mit ein wenig Zucker bestreuen, kräftig rühren - schon wird sie flüssig.
Wasser braucht man da nicht.

Von den 200g gemahlenen Mandeln haben wir nur 125g genommen und den Rest durch gehackte Mandeln ersetzt.
Diese haben wir auch nicht mit in die Zimt-Marzipan-Mandel-Masse an sich gerührt, sondern erst nach dem Verteilen der Füllungsmasse auf diese gestreut.

Aufgrund unseres "Problem-Herdes" wurde unser Zopf von Beginn an nur bei 170°C gebacken.
Die letzten 8-10 Minuten haben wir auf 180°C hochgeschaltet.
Das Ergebnis war einfach perfekt.
Super locker - herrlich vom Geschmack und durch das ganze Haus zog ein himmlischer Duft, der an ein überdimensional riesiges Franzbrötchen erinnerte.
Jaaaa - mehr davon.
Jetzt. Sofort!




Vielen Dank für dieses super-geniale Rezept.
Und überhaupt für diese regelmäßigen Herausforderungen.
Es macht solch einen Spaß!

Wer mal in die anderen Küchen schauen möchte, findet nachstehend (sobald die anderen Berichte online sind) noch die Links zu den anderen TeilnehmerInnen.

Ach ja. Nachbacken nicht vergessen!!!

Bis Sonntag! Schöne Woche noch!


TeilnehmerInnen - März #synchronbacken:
Nadine - SweetPie
Anja - kuechenMAmpf
Sina - Giftige Blonde
Birgit - Birgit D
Ingrid - auchwas
Heidi - Esst mehr Kuchen
Eva+Philipp - Ye Olde Kitchen
zorra - 1x umrühren bitte aka kochtopf
Melissa - gourmandizes végétariennes
Dagmar - Dagmar's brotecke
Birgit - Backen mit Leidenschaft
Tamara - Cakes, Cookies and more
Anna-Karina - siebaecktgern
Sandra - From-Snuggs-Kitchen
Caro & Tobi - foodwerk.ch
Julia - bakingjulia
Marion - Das Muffin-Mädchen
Wen wir vergessen haben sollten oder bei wem sich ein Rechtschreibfehler eingeschlichen hat, der möge sich bitte einfach bei uns melden!

Sonntag, 28. Februar 2016

Heute mal farblos....

Was war das für ein obergeniales Wochenendwetter!
Hammer!
Wir sind gestern spontan nach Hamburg gefahren und konnten sogar einen göttlichen Milchkaffee auf einem Bootssteg an der Alster in der Sonne genießen.
Sowas von klasse!


Da es uns auch heute eher nach draußen und nicht großartig in die Küche und an den Herd zog, musste etwas Schnelles her.
Michael verzichtet ja noch bis Ostern auf Schokolade.
Was besonders abends so zum Fernsehen ganz schön schwer fällt.
Also war ich auf der Suche, nach einer herzhaften kleinen Knabberei als Ersatz.

Fündig geworden bin ich mal wieder in dem tollen Buch "ke:xs" von Ilse König, Clara Monti und Inge Prader, aus dem wir schon öfter mal einen Blog-Beitrag für euch gezaubert haben.


Blätterteig Bouchées


Sollen gemäß Buchrezept 50 Stück werden - wir erhielten etwas über 30 (siehe Anmerkung unten)

1 Pck. Butterblätterteig aus dem Kühlregal
ca. 120g Tapenade - selbstgemacht oder aus dem Glas
1 Eigelb
Mehl für die Arbeitsfläche

Tapenade
für ca. 200g Tapenade

250g schwarze, in Öl eingelegte Oliven
2 Sardellenfilets
1EL Kapern
1 Knoblauchzehe
1EL Kräuter der Provence

Oliven entkernen und mit den restlichen Zutaten im Mörser zerstoßen oder in der Küchenmaschine pürieren.

2-3EL Olivenöl tropfenweise einrühren, bis die Paste cremig ist.

Nach Bedarf mit Pfeffer sowie 1 Spritzer Zitronensaft abschmecken.

Neben dem Gebrauch als Füllung bei diesem Gebäck, eignet sich die Tapenade als Brotaufstrich oder Dip.




Jetzt aber zurück zu den Bouchées:

Blätterteig ausrollen, am unteren Rand 1/3 abschneiden, den Rest für z.B. Käsestangen verwenden.
Tapenade gleichmäßig darauf verteilen und gut verstreichen.
Teig der Länge nach einrollen.
In Backpapier einwickeln und für ca. 15 Minuten in das Tiefkühlfach legen, bis er fest ist, sich aber noch gut schneiden lässt.

Ofen auf 210°C (Umluft 180°C) vorheizen.
Backblech mit Backpapier auslegen.
Teig mit leicht verquirltem Eigelb rundherum bestreichen.
In 1-2cm dicke Scheiben schneiden, diese mit der Schnittfläche im Abstand von ca. 5cm auf das Backblech legen.


Im Backofen (Mitte) 12-15 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun sind.

Lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren.
Die Bouchées schmecken frisch am besten.

Soweit die Anleitung aus dem Buch.
Las sich gut - klappte aber irgendwie nicht ganz so reibungslos.
Unser Blätterteig hatte eine Länge von 38cm - die Breite war nur 25cm.
Wenn man jedoch die Schnecken mit einer Dicke von min. 1cm abschneiden soll und das Rezept für 50 Stück angegeben wird, hätte es ja ein Teigstück von auch min. 50cm sein müssen, oder?
Mist. War es nicht.
Auch löste sich beim ersten Backdurchgang der untere Bereich der Schnecken.
Nochmal Mist.
Man hätte am unteren Rand ca. 2cm ohne Tapenade frei lassen müssen - dann hätte sich der Teig super verbunden.
Grummel.

Die beiden Schönheitsfehler taten allerdings nix am leckeren Geschmack.
Mömpf...wir mömpf, mömpf...haben schon die ein oder andere Schnecke im Bauch.
Sau-leckere Knabberei.
Mömpf.



 


Und weil es einfach so zum Thema passt, reichen wir dieses Rezept als Beitrag beim Blog-Event "Black & white" von Inaisst ein.

http://inaisst.blogspot.de/2016/01/blogevent-black-white-zeig-mir-euer.html

Danke Ina, für die Ausschreibung!

Allen noch einen wunderbaren Sonntag!!!!

Sonntag, 21. Februar 2016

Schneewitchen und die Sache mit dem Apfel

Was ist das heute für ein grausiges Wetter da draußen?
Bei uns stürmt und regnet es seit Stunden ununterbrochen.
So richtiges Sofa-Lese-Wetter.
Seid ihr eigentlich märchenfest?
In Michaels Schule war neulich das Ende von Schneewitchen ein viel diskutiertes Thema.
Die Kinder überschlugen sich in den Thesen, wie/auf welche Weise die Schöne denn wieder aufgewacht sei.
Tja....wie war das denn nun gleich?


Folgende drei Varianten wurden unter den Kids heiß debattiert und jeweils als einzig wahres Ende behauptet und verteidigt:

a) Durch den Kuss des Prinzen
b) Der gläserne Sarg wurde in einer Kutsche zum Schloss des Prinzen gebracht und durch das Gerumpel auf den Wegen spuckte sie den Apfel wieder aus
oder
c) Die Zwerge hatten den Sarg auf ihren Schultern und ein Zwerg stolperte über eine Wurzel - der Sarg kam ins Rutschen und somit kam auch der Apfel wieder zum Vorschein.

Hmmmm....grübel...grübel....
Wir lassen euch mal kurz in Erinnerungen aus der Vorlesezeit allein und nutzen den Obst-Hauptdarsteller für unseren heutigen kulinarischen Beitrag.
Es ist eine Apfel-Schmand-Torte, die bei mir im Kollegenkreis immer wieder gerne auf den Tischen landet und ratzefatz in rasender Geschwindigkeit aufgefuttert ist.
Schmeckt aber auch einfach zu genial.
Super, super fruchtig - die Kalorien zählen wir besser nicht.


Apfel-Schmand-Torte

Für eine Springform 26 cm Ø
(doppelte Menge ergibt ein Blech)

Zutaten

Füllung
4-5 säuerliche Äpfel (z.B. Boskoop)
500ml Apfelsaft
Saft 1 Zitrone
150g Zucker
2 Tüten Puddingpulver Vanille - zum Kochen -
Zimt

Mürbeteig
175g kalte Butter
175g Zucker
200g Mehl
1TL Backpulver
1 frisches Ei (M)

Überzug
500ml Sahne
200g Schmand
2TL Zucker

Deko
Zucker-Zimt-Mischung nach Wunsch

Am besten mit der Füllung starten.
Äpfel schälen, vierteln und Kerngehäuse entfernen.
Viertel dann in kleine Würfel schneiden und mit dem Zitronensaft beträufeln.
450ml Apfelsaft und Zucker (150g) aufkochen.
Puddingpulver mit restlichem Apfelsaft glatt rühren.
In den kochenden Saft rühren, aufkochen und ca. 1 Minute köcheln lassen.
Von der Herdplatte nehmen, Apfelwürfel unterrühren und nach Wunsch ein wenig Zimt.
Masse abkühlen lassen.

Mehl, Butter in kleinen Stückchen, Zucker (175g), Backpulver und Ei in eine Schüssel geben.
Erst mit den Knethaken des Handrührgerätes, dann mit den Händen zu einem Mürbeteig verkneten.
Teig in eine gefettete Springform als Boden und Rand drücken.

Apfelmasse auf dem Teig verteilen.
Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175°C/ Umluft: 150 °C) ca. 45 Minuten backen.
Herausnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Am besten über Nacht.

Schmand und 2 TL Zucker verrühren.
Sahne mit den Schneebesen des Handrührgerätes steif schlagen, Schmand unterheben.
Kuchen vorsichtig aus der Form lösen, auf eine Tortenplatte setzen.
Schmandcreme locker auf dem Kuchen verstreichen.
Nach Wunsch mit Zimt-Zucker bestäuben.

Die Zubereitung ist wirklich praktisch: abends schnell die Apfelmasse und den Mürbeteig zubereitet - alles in den Ofen und am nächsten Tag dann einfach das Schmand-Sahne-Topping oben drauf.
Aus die Maus und fertig ist der Knaller-Kuchen.


 



Ach, und wie ist das jetzt mit Schneewitchen gewesen?
Wir mussten ehrlich gesagt auch nachlesen.
Keines der Kinder hatte recht.
Zumindest was das Original nach den Gebrüdern Grimm anbelangt.
Nummer "c" kommt der Wahrheit allerdings schon recht nahe: der gläserne Sarg wurde nicht von den Zwergen, sondern von den Dienern des Prinzen in sein Schloss getragen.
Und auf diesem Weg stolperte einer der Diener über einen Strauch.
Et voilà: der Apfel löste sich.
Hättet ihr es gewusst?
Märchenhaften Sonntag noch - auch wenn das Wetter lausig ist!