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Mittwoch, 23. März 2016

Synchronbacken - Runde 9

Hoppeldi - hoppeldi - hoppeldi...
Am Wochenende ging es bereits österlich bei uns zu.
Nicht nur, dass wir genüsslich den ein oder anderen selbstgerührten Eierlikör verdrückten.
Nein!


Zusätzlich gab es auch ein weiteres Back-Experiment aus der Rubrik "Synchronbacken".
Und was für eines!
Wir halten ja ehrlich gesagt immer ein wenig den Atem an, wenn ein paar Tage vor dem Backtag-x das Thema mit dem entsprechenden Rezept veröffentlicht wird.
Alles mit der Zutat "Hefe" lässt bei uns nämlich die Schweißperlen sprießen.
Wir sind einfach nicht die besten Freunde - was sicherlich auch ein wenig an unserem Herd liegt, dessen Einstellungen irgendwie abenteuerlich sind und recht gruselige Ergebnisse zu Tage bringen kann.

Auch diesmal hieß es wieder kräftig Luft holen, als wir bei Zorra die Ausschreibung von ihr und Sandra lasen: Ein Oster- bzw. Frühlingskranz sollte es werden.
Mit....jaaaa....Hefe.
Da war sie wieder: unsere Angstzutat.
Aber erneut haben wir uns tapfer gestellt und rückblickend betrachtet, war es das beste Rezept, das wir in all der Zeit nachgebacken haben.

Lust auf einen Versuch?
Hier das Originalrezept aus der Feder von Sally:




Oster Kranz

Zutaten für 1 Kranz

Hefeteig:
500g Mehl
100ml Milch
3 Eier
100g Butter
1 Würfel Hefe
2EL Wasser*
50g Zucker
1TL Salz
Vanilleextrakt
Zitronenschalenabrieb

Füllung:
200 g Marzipanrohmasse
200 g Mandeln gemahlen*
150 ml Milch
2 TL Zimt

Zum Bestreichen:
1 Eigelb
1 Pr. Zucker
1 EL Milch

Außerdem:
Puderzucker, süßer Schnee
oder:
2 EL Zitronensaft
 100 g Puderzucker
Zubereitung:
Die Hefe im Wasser auflösen, etwas Zucker hinzufügen und gut verrühren.
Hefemischung, Milch, Eier, restlichen Zucker, Vanille, Zitronenschalenabrieb und ca. ¾ des Mehls in eine Schüssel geben, verkneten.
Butter und restliches Mehl nach und nach hinzufügen, bis ein glatter Teig entsteht.
Diesen ca. 7 Minuten kneten, damit er nicht mehr klebt. Daraus eine Kugel formen, die Schüssel bemehlen und den Teig darin abgedeckt ca. 30-60 Min. aufgehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

Inzwischen die Füllung herstellen: dafür alle Zutaten in einem Mixer verrühren und beiseite stellen. Bei Bedarf Zucker hinzufügen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 40x60 cm groß ausrollen, mit der Füllung bestreichen und von der langen Seite her aufrollen. Mittig durchschneiden und den Zopf flechten.



Auf ein Blech setzen und dabei einen Kranz bilden.
Die Enden miteinander verbinden.
Den Kranz abdecken und nochmals ca. 30-60 Min. gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
Eigelb, Zucker und Milch verrühren und den Kranz damit bestreichen.
Im vorgeheizten Ofen bei 190°C für ca. 35 Min. backen.


Anschließend entweder abkühlen lassen und mit Puderzucker oder besser mit süßem Schnee bestäuben.
Oder den Zopf noch warm mit einer Puderzucker-Zitronenglasur bestreichen.
Dafür Zitronensaft und Puderzucker vermischen und den Kranz damit bestreichen, fest werden lassen und servieren.

*) Was haben wir verändert?
Nicht wirklich viel.
Die Hefe haben wir ohne Wasser angerührt.
Einfach den Würfel nur mit ein wenig Zucker bestreuen, kräftig rühren - schon wird sie flüssig.
Wasser braucht man da nicht.

Von den 200g gemahlenen Mandeln haben wir nur 125g genommen und den Rest durch gehackte Mandeln ersetzt.
Diese haben wir auch nicht mit in die Zimt-Marzipan-Mandel-Masse an sich gerührt, sondern erst nach dem Verteilen der Füllungsmasse auf diese gestreut.

Aufgrund unseres "Problem-Herdes" wurde unser Zopf von Beginn an nur bei 170°C gebacken.
Die letzten 8-10 Minuten haben wir auf 180°C hochgeschaltet.
Das Ergebnis war einfach perfekt.
Super locker - herrlich vom Geschmack und durch das ganze Haus zog ein himmlischer Duft, der an ein überdimensional riesiges Franzbrötchen erinnerte.
Jaaaa - mehr davon.
Jetzt. Sofort!




Vielen Dank für dieses super-geniale Rezept.
Und überhaupt für diese regelmäßigen Herausforderungen.
Es macht solch einen Spaß!

Wer mal in die anderen Küchen schauen möchte, findet nachstehend (sobald die anderen Berichte online sind) noch die Links zu den anderen TeilnehmerInnen.

Ach ja. Nachbacken nicht vergessen!!!

Bis Sonntag! Schöne Woche noch!


TeilnehmerInnen - März #synchronbacken:
Nadine - SweetPie
Anja - kuechenMAmpf
Sina - Giftige Blonde
Birgit - Birgit D
Ingrid - auchwas
Heidi - Esst mehr Kuchen
Eva+Philipp - Ye Olde Kitchen
zorra - 1x umrühren bitte aka kochtopf
Melissa - gourmandizes végétariennes
Dagmar - Dagmar's brotecke
Birgit - Backen mit Leidenschaft
Tamara - Cakes, Cookies and more
Anna-Karina - siebaecktgern
Sandra - From-Snuggs-Kitchen
Caro & Tobi - foodwerk.ch
Julia - bakingjulia
Marion - Das Muffin-Mädchen
Wen wir vergessen haben sollten oder bei wem sich ein Rechtschreibfehler eingeschlichen hat, der möge sich bitte einfach bei uns melden!

Sonntag, 13. Dezember 2015

Vom dritten Advent und ein paar Knusperkeksen


Moinsen!
Sind gerade ein bisschen in Zeitdruck.
Zur Feier des dritten Advents und weil wir so langsam unsere Bronchien wieder im Griff haben, gab es nämlich Kaffee-Besuch.
Ehrlich gesagt, haben wir den auch immer noch und unser Blogbeitrag musste praktisch nebenbei entstehen.
Ob wir es im nächsten Jahr endlich einmal schaffen, die Beiträge im Vorfeld fertig zu haben und nicht erst am Sonntag nach 18:00 Uhr??? 
Aber das mit der begrenzten Zeit kennt ihr momentan bestimmt auch.
Also kommen wir doch einfach gleich zum Wesentlichen - dem Rezept.

Tina von Foodina richtet bei Zorra aktuell das Event "Zimt, Kardom und Nelken" aus.

Blog-Event CXV - Zimt, Kardamom, Nelke (Einsendeschluss 15. Januar 2016)

Da steigt einem ja bereits beim bloßen Lesen der Duft in die Nase!

Auch Lust mit diesen Gewürzen noch etwas zu kochen, backen, brutzeln?
Dann habt ihr noch bis zum 15. Januar 2016 Zeit dafür.

Passend zur Weihnachtszeit und diesem aktuellen Blog-Event haben wir uns für ein paar super leckere, knusprige Kekse entschieden.



Winterliche Knusperkekse


150g Butter, weich
125g brauner Zucker
1 Ei (Größe M)
1TL Zimt
1/8TL gemahlene Nelken
1/4TL Kardamom - gemahlen
60g gemahlene Mandeln
300g Mehl
1TL Backpulver

Butter, Zucker und Ei mit dem Handmixer einige Minuten cremig schlagen.
Zimt, Nelken, Kardamom und gemahlene Mandeln einrühren.

Mehl und Backpulver mischen und unterkneten.
Teig in Folie gewickelt ca. 1 Stunde in den Kühlschrank kaltstellen.

Den Teig zwischen zwei Frischhaltefolien ca. 4mm dick ausrollen.
Aus dem Teig beliebige Formen ausstechen und auf mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.

Kekse im vorgeheizten Ofen bei 200°C Ober-/Unterhitze (Umluft 170°C) ca. 8-11 Minuten backen.
Auf einem Gitter gut auskühlen lassen.






Wir knuspern jetzt noch ein wenig vom bunten Teller, trinken unseren ersten Glühwein dieser Saison und sehnen uns nach einem superduper herzhaften Abendbrot!
Und ihr so?
Geschenke schon an Bord?
Alles noch entspannt?
Oder doch bereits die ersten Stresspusteln im Gesicht?
Kommt gut durch die Woche!

Sonntag, 8. November 2015

Buchvorstellung: "Indisch kochen"

Kann uns mal einer verraten, was mit dem Wetter so los ist?
Draußen ist es seit Tagen um die 15/16°C.
Die Weihnachtsdeko in den Geschäften ist gefühlt irgendwie fehl am Platze und die Lust auf Glühwein trinken oder Plätzchen backen tendiert nahe Null...um nicht zu sagen, liegt im absoluten Minus-Bereich des Interesses.
Geht es euch auch so?
Nur die frühe Dunkelheit lässt den November noch deutlich erkennen.
Gute Gelegenheit, sich mit einem Buch auf's Sofa zu verkrümeln und abzutauchen.
Zum Beispiel auch mit einem neuen Kochbuch:

Indisch kochen - von Anjali Pathak


Hmmm...moment mal: Anjali Pathak?
Pathak?
Vielleicht kommt euch der Name ja auch irgendwie bekannt vor?
Gerade, wenn man ab und zu zwischen den Supermarktregalen mit den internationalen Angeboten herumschwirrt.
"Patak's" als Hersteller indischer Produkte ist nämlich nahezu weltweit zu finden.


Die Familie Pathak (das "H" wurde irgendwann aus dem Firmennamen wegrationalisiert) ist indischen Ursprungs. Der Gründer (Großvater) kam in den 50er Jahren nach London und ärgerte sich seinerzeit, dass er dort gezwungen war, entweder seine Ernährungsgewohnheiten umzustellen oder selbst kochen zu müssen, und entwickelte so erste Fertigprodukte, die er in seiner indischstämmigen Umgebung verkaufte.
Mittlerweile ist daraus ein respektables Gewürzimperium hervorgegangen.
Anjali Pathak ist die Enkelin dieses Gründers, Bloggerin und Buchautorin.

Doch zurück zum Buch selbst.
Der Titel verrät es auf den ersten Blick: es geht um das vielfältige Thema der indischen Küche.
Und so farbenfroh wie der purpurne Bucheinband (erinnert sehr an die Banderolen des Produktlabels), so bietet auch der Inhalt selber eine vielfältige und bunte Sammlung an Rezepten.
Auf den über 200 Seiten ist eine kreative Mischung aus diversen traditionellen Speisen, indischen Gewürzen, verbunden jedoch mit einem Mix aus westlichen Elementen zu finden.

Aufgeteilt in die Kapitel
- Kleine Gerichte
- Hauptgerichte
- Wohlfühlfaktor
- Gemüse satt
- Grillsommer auf Indisch
- kleine Extras
- süß uns würzig
- Cocktailzeit
ist da sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei.

Kleine Auswahl gefällig?
Pakoras mit Möhre, Zwiebel und Spinat - Papri chaat - Biryani mit Ofengemüse - Kürbis mit Feta, Tomate und Minze nach Balti-Art - Safran-Honig-Naan - Geröstete Haselnüsse mit Kardamom-Eis....

Auf den ersten Seiten bemerkt Anjali Pathak:
"Die besten Gerichte schmecken nur deshalb am besten, weil viel Liebe und Gefühl in ihnen steckt.
Sie entstammen kostbaren Erinnerungen und haben alle ihre eigene Geschichte zu erzählen."

Genau das macht das Buch auch aus.
Keine reine Rezeptesammlung, sondern ein Auszug aus der Familiengeschichte, untermalt von vielen Fotos und liebevollen Hintergrundgeschichten.


Hätten wir es gekauft?
Ehrlich gesagt schwierig, dies' eindeutig zu beantworten.
Ein unentschlossenes "vielleicht" trifft es.
Warum?
Leider hat nicht jedes Rezept ein Foto - für uns immer ein kleiner Punkteabzug, was die Kaufentscheidung anbelangt.
Desweiteren ist eine Vielzahl von Gewürzen erforderlich.
Unser Vorratsschrank bzw. unsere sog. "Gewürzlade" ist zum Glück randvoll gefüllt.
Wer aber von vorne bis hinten alles neu kaufen muss, der investiert erstmal.
Das ist jedoch sicherlich normal bei derart internationaler Küche.
Man sollte es nur berücksichtigen.
Die begleitenden, herzlichen Familiengeschichten machen es jedoch eindeutig zu einem besonderen Kochbuch.
Wer Lust hat, den Spagat zwischen authentischer indischer Küche und einem gewissen Anteil an modernem, westlichem Einfluss einzugehen, für den ist es genau richtig.
Es lohnt sich auf jeden Fall, selbst im Buchladen einmal durch die Seiten stöbern und sich ein Urteil zu bilden.

Erschienen im November 2015 im Südwest Verlag
120 Rezepte / 224 Seiten
Originalausgabe "Secrets from my indian family kitchen"
Preis €24,99  


Klar, dass heute aus dem Buch etwas nachgekocht wurde.
Wir haben uns für den Klassiker schlechthin entschieden:



Chicken Tikka Masala

Angaben für 4 Personen

6-8 ausgebeinte Hähnchenoberschenkel, ohne Haut und in fingerlange Stücke geschnitten.

Anmerkung von uns:
Einen Hühnerschenkel von der Haut zu befreien ist recht easy - das Fleisch im rohen Zustand von den Knochen zu lösen, so dass nicht nur kleine Fleischteilchen entstehen, allerdings weniger.
Wir hatten super viel Verlust. Was vielleicht am nicht so berauschenden Messer oder aber an der fehlenden Übung lag.
Beim nächsten Mal würden wir - auch wenn die Konsistenz und der Geschmack evt. ein wenig abweichend sind - auf Hühnerbrüste umsteigen.

Tikka Paste
2EL Naturjoghurt
1TL gemahlene Kurkuma
1/2TL Chilipulver
1TL Knoblauchpaste
1TL Ingwerpaste

Masala-Sauce
2EL neutrales Pflanzenöl
4 grüne Kardamomkapseln
1 Zimtstange
1TL Kreuzkümmelsamen
1 große Zwiebel - in feine Scheiben geschnitten
2TL Knoblauchpaste
1TL Ingwerpaste
3 grüne Chilischoten - eine in feine Ringe geschnitten und zwei mit einem Messer angeritzt
2EL Garam Masala
1EL gemahlener Koriander
2TL gemahlener Kreuzkümmel
1 Dose gehackte Tomaten (400g)
15g Butter (nach Belieben)
6EL Sahne oder Naturjoghurt
Salz, Zucker nach Geschmack
Zitronensaft, nach Geschmack
Koriandergrün zum Garnieren


Die Zutaten für die Tikka-Paste in einer Schüssel mischen und die Fleischstücke gleichmäßig mit der Paste vermengen.
Am besten das Fleisch abgedeckt über Nacht im Kühlschrank marinieren.

Für das Masala das Öl in einem Topf auf mittlerer Stufe erhitzen.
Die Kardamomkapseln und die Zimtstange kurz darin anrösten.
Dann die Kreuzkümmelsamen kurz mitrösten und sobald sie knistern, die Zwiebeln 5 Minuten mitdünsten, bis sie glasig und am Rand leicht braun sind.
Den Knoblauch, den Ingwer und die Chilischoten unterrühren und mitdünsten.
In der Zwischenzeit das Garam Masala, die gemahlenen Koriander- und Kreuzkümmelsamen mit ein paar EL Wasser anrühren, in den Topf geben und gründlich verrühren.
Nach 1 Minute die Tomaten und (wenn verwendet) die Butter unterrühren.
Anschließend 200ml Wasser zugießen und das Masala etwa 15 Minuten köcheln lassen.

Inzwischen eine Grillpfanne oder den Grill auf mittlerer Stufe erhitzen und das Chicken Tikka etwa 10 Minuten unter häufigem Wenden gut durchgaren.

Nun die Sahne oder - für eine leichtere Variante - den Joghurt in die Masala-Sauce rühren, probieren und mit Salz, Zucker und Zitronensaft abschmecken.

Man kann nun entweder das Chicken Tikka in die Sauce geben oder - wenn es ein echtes Chicken Tikka Masala werden soll - die Sauce über das Fleisch gießen.
Ganz zum Schluss Koriandergrün drüberstreuen.







Der Aromen-Beschuss war übrigens absolut gewaltig!
Durch das ganze Haus ging der Duft der diversen Gewürze und ließ ein Gefühl (ein ziemlich großes Gefühl) von Indien mitten in Oldenburg aufkommen.
Wahnsinn!
Mal schauen, was wir als nächstes aus dem Buch versuchen werden.


Hinweis: Das Buch haben wir freundlicherweise von der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt bekommen. 
Der Inhalt dieser Rezension spiegelt jedoch ausschließlich unsere Meinung wieder.

Freitag, 16. Oktober 2015

World Bread Day 2015

Wusstet ihr es?
Heute ist der zehnte World Bread Day!

http://www.kochtopf.me/world-bread-day-2015-invitation-einladung Ursprünglich wurde der Tag vom internationalen Verband der Bäcker und Bäcker-Konditoren ins Leben gerufen, um das tägliche Brot zu ehren.
2006 hat Zorra das Event in die Bloggerszene eingeführt und seither nehmen jedes Jahr weltweit Hunderte von Hobbybäckern und Bloggern an diesem gemeinschaftlichen Brotbacken teil.
Ende September kam ihre Einladung zu diesem besonderen Ereignis, der wir (obwohl ein Freitag und kein Sonntag) unglaublich gerne gefolgt sind.
Uns so wanderte heute abend nach Feierabend auch bei uns ein Brot(-Experiment) in den Ofen.



Ähmmm...nicht nur das: es kam auch erstaunlicherweise ein Knaller-Ergebnis wieder raus.
Vom Synchronbacken abgehärtet, haben wir doch tatsächlich ein Rezept mit Hefe verwendet.
Unglaublich, oder?
Noch unglaublicher ist allerdings, dass es so gar keine Katastrophen zu verzeichnen gab.
Nüscht. Alles glatt gelaufen. Wir werden noch Hefe-Liebhaber!
Räusper, hüstel.

Jetzt wollen wir euch aber nicht länger auf die Folter spannen.
Hier unser Rezept:

Zimt-Swirl-Brot / Cinnamon-Swirl-Bread

für ein Brot/eine Form von ca. 25cm Länge

Vorteig:
125g Weizenmehl (Type 550)
125ml Milch (Vollfett)
2g Hefe (frische - keine Trockenhefe)

Alle drei Zutaten mischen und über Nacht - max. 20 Stunden - bei Raumtemperatur gehen lassen.

Hauptteig:
Vorteig
375g Weizenmehl (Type 550)
125ml Milch
3g Hefe (frische - keine Trockenhefe)
70g Zucker
100g weiche Butter
3g Salz

Vorteig + weitere Zutaten - ausser der Butter - zunächst 5 Minuten verkneten.
Dann die Butter stückchenweise nach und nach zugeben und alles für ca. 5-8 Minuten kneten, bis ein elastischer und nicht klebender Teig entstanden ist.

Den Teig eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
Dann zu einem Rechteck von ca. 25*40cm ausrollen.

Füllung:
40g zerlassene Butter
20g Zucker
5g Zimt

Teig-Rechteck mit der zerlassenen Butter bestreichen, dann mit Zimt-Zucker-Mischung bestreuen und von der kurzen Seite eng aufrollen.
Das "Rollo" in die Backform legen und eine weitere Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Ofen auf 175°C vorheizen.
Backform in den heißen Ofen geben und ca. 35-40 Minuten goldbraun backen.



Der Zimt-Brot-Duft, der sich im Laufe der Zeit im gesamten Haus verbreitet hat, ist sowas von göttlich - es sei denn, man ist Zimt-Hasser, die soll es auch auch geben.
Es ist irgendwie eine Brot-Variante unserer geliebten Franzbrötchen.
Ommnommm....mömpf....
Das morgige Frühstück ist auf jeden Fall gesichert und mömpf...mömpf...das Bett-Hupferl auch!
Ganz liebe Grüße zum Wochenende!
Wir lesen Sonntag wieder voneinander!


Sonntag, 14. Juni 2015

Heiße Früchtchen

Gefühlt kommt der Sommer dieses Jahr langsamer in Gang als letztes Jahr.
Zumindest bei uns hier in Norddeutschland gab bislang kaum Abende, an denen man richtig gut und vor allem lange draußen sitzen konnte.
Aber wenn es denn mal schnuffelig warm war, dann zog es auch gleich "Jan-und-alle-Mann" in Bausch und Bogen raus ins Freie.
Die Fleischtheke bei Edeka hatte Hochkonjunktur, unser geliebtes iranisches Fladenbrot war bereits mittags ausverkauft und überall schmurgelte die Holzkohle und die Rauchschwaden zogen durch die Nachbargärten.
Sommerzeit - Grillzeit.
Irgendwie gehört es zusammen.
Bei den einen das marinierte Schweinesteak - bei den anderen feinst gefasertes Wagyu-Rind - hier ein bestbestückter Gemüsespieß - dort frisch gegrillte Teig-Fladen.
Wir haben übrigens kurdische Nachbarn.
Das ist klasse. Wenn dort gegrillt wird - eigentlich regelmäßig am Samstag - zieht ein Hauch von Urlaub an uns vorbei.
Wir mögen es. So richtig.
Und auch beim passenden Arbeitsgerät gibt es vom Einmal-Grill-von der Tanke bis zum High-End-Grill alles, was der Markt derzeit so hergibt.
Während mein Arbeitskollege Tom einen Grill in der Größe unseres Abstellraumes auf seinem Balkon stehen hat, haben wir das krasse Gegenstück dazu.
Dürfen wir vorstellen: das ist "Flo"!


Unser Grill-Eimer. Er verweilt den 2 Sommer bei uns - ist sicherlich mit einer der Kleinsten seiner Art - aber irgendwie mögen wir ihn.
Seine einzige Zusatzausstattung besteht aus drei Füßen und einem Griff zum Tragen. Mehr nicht. Reicht.
Der absolut minimalistische 2-3-Personen-Grill.
Rinder-, Geflügel- oder Thunfischsteak (das war genial), Bratwürste, gefüllte Champignons, Maiskolben, selbstgemachte Hamburger (der Oberhammer) oder auch Fruchtspieße - Floh hat schon alles geschafft. Räusper...in entsprechender Menge versteht sich.

Apropos Fruchtspieße. Fleisch kann ja jeder.
Wir haben uns daher der obstigen Variante heute mal gewidmet.
Denn zu einem guten Essen - egal ob drin oder draußen - gehört einfach ein guter Nachtisch.
Auch vom Grill funzt das.
Hier unser Vorschlag:

Gegrillte Fruchtspieße mit Honig-Joghurt-Dip


Zutaten für 8 Spieße:
1 Stiel Pfefferminze
250 g griechischer Joghurt
2 EL Honig

Obst nach Wahl...z.B.
Melone
Pfirsiche
Bananen
Erdbeeren
Ananas

2 EL Ahornsirup
Saft einer Zitrone





Minze waschen, trocken tupfen und Blättchen in feine Streifen schneiden.
Joghurt mit Honig und Minze verrühren, kalt stellen.
Melone vierteln, Kerne entfernen. Fruchtfleisch schälen und in Stücke scheiden.
Pfirsiche vom Kern befreien und ebenfalls in Stücke schneiden.
Bananen schälen und in je 3-4 Stücke schneiden.
Obst abwechselnd auf 4 Spieße stecken.





Aus Ahornsirup und Zitronensaft eine kleine Marinade herstellen und damit die Spieße einpinseln.
Das Ganze abgedeckt im Kühlschrank etwa eine Stunde ziehen lassen.
Obst aus der Marinade holen, trocken tupfen und von allen Seiten grillen, bis der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist.

Honig-Joghurt dazureichen.
Abend genießen - glücklich sein.




Sandra von From-Snuggs-Kitchen (klick) sucht derzeit nach Grill-Rezepten aller Art.
Beim Blogevent BBQ-Time (klick) auf dem Blog von Zorra könnt ihr eure eigenen Vorschläge noch bis zum 15.06. 23:59h einreichen oder euch natürlich Anregungen holen.

Blog-Event CIX - it's BBQ-time! (Einsendeschluss 15. Juni 2015)

Mal schauen, wie die nächste Woche so wettermäßig wird.
Wir sind am Samstag übrigens bei den Food Blog Days (klick) in Hamburg und freuen uns schon kringelig drauf.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Vom 3. Advent und der Sehnsucht nach Schnee




Noch zehn Tage bis Weihnachten.
Bei uns in Oldenburg/Niedersachsen sind es heute Vormittag 4°C.
Immerhin: es regnet nicht wie in den Tagen zuvor.

***Knarz...krächtz****"Achtung, eine Durchsage: gesucht werden Herr und Frau Winter. Sie sind weiß gekleidet, haben ein teilweise flockiges Aussehen und ein kaltes, wenn nicht sogar eisiges Gemüt. Sie wurden zuletzt auf dem Brocken gesehen, sind seither allerdings flüchtig.
Wer kann Angaben zum aktuellen Aufenthaltsort der beiden geben?"***knarz...krächtz***

Huhuuu???
Winter???
Wo bist duuuu?


Keinerlei Anzeichen von Schneeflocken.
Es grieselt noch nicht mal.
Aber auch so überhaupt nicht.
Nüscht.
Die Chancen auf weiße Weihnachten sind - da müssen wir der Wahrheit ziemlich stark ins Auge blicken - zumindest bei uns hier auf dem platten Land gleich Null.
Zugegeben: dem Geldbeutel tut dieses milde Wetter gut, da die Heizkostenrechnung nicht in exorbitante Höhen steigt und ein Chaos auf den Straßen bleibt uns auch erspart.
Aber ein klitzekleiner, der Jahreszeit angemessener Look - nur so ein winziger weißer Überzug - seufz...der wär' schon klasse.

Und da wir so galaxienweit von einer Winterlandschaft entfernt sind, müssen wir selber ein wenig abhelfen.





 Heute gibt's somit etwas "ganz in Weiß" - aber ohne Blumenstrauß, versprochen!
Wir reichen den Link dann auch mal weiter zur Blogparade vom Küchen Atlas "Weiss wie der Schnee". (klick)

 

 

 

 

Kardamom-Monde

Aus dem Magazin "sweet paul" 4/2014
Für ca. 60 Stück



300g Mehl
1TL Salz (Achtung...das ist die Angabe aus dem Heft! Uns war das definitiv zu viel. 1/2TL wäre u.E. leckerer gewesen....)
3/4TL gemahlener Kardamom
3/4TL Zimt
250g weiche Butter
120g Puderzucker zzgl. reichlich Puderzucker zum Bestäuben
1TL Vanilleextrakt
250g Walnusskerne im Mixer sehr fein gehackt (haben wir mangels Gerät per Hand erledigt...puuuh)

Zunächst Mehl, Salz, Kardamom und Zimt vermischen.
Butter und 120g Puderzucker in einer separaten Schüssel schaumig schlagen, dann das Vanilleextrakt unterrühren.
Die Mehlmischung zugeben und vermischen, bis sich die Zutaten gerade eben verbinden.
Die Walnüsse einarbeiten.
Den Teig abgedeckt ca. 1 Stunde kalt stellen.
Backofen auf 175°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Aus jeweils 1EL Teig (bei uns waren es 10g-Portionen) kleine Halbmonde formen und mit etwas Abstand auf mit Backpapier belegte Backbleche legen.

Die Halbmonde portionsweise in ca. 10 Minuten im vorgeheizten Ofen goldgelb backen.
Aus dem Ofen nehmen und ca. 8 Minuten abkühlen lassen, dann dick (richtig dick) mit Puderzucker bestäuben und anschließend vollständig auskühlen lassen.





Gleich machen wir noch einen kleinen Bummel über den Weihnachtsmarkt und heute Nachmittag gibt es Kaffee-Besuch. Was habt ihr noch so vor?
Was es auch ist - macht es euch irgendwie nett und stressfrei.
Gemütliche Grüße zum 3. Advent!!!