Posts mit dem Label Ingwer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ingwer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 8. November 2015

Buchvorstellung: "Indisch kochen"

Kann uns mal einer verraten, was mit dem Wetter so los ist?
Draußen ist es seit Tagen um die 15/16°C.
Die Weihnachtsdeko in den Geschäften ist gefühlt irgendwie fehl am Platze und die Lust auf Glühwein trinken oder Plätzchen backen tendiert nahe Null...um nicht zu sagen, liegt im absoluten Minus-Bereich des Interesses.
Geht es euch auch so?
Nur die frühe Dunkelheit lässt den November noch deutlich erkennen.
Gute Gelegenheit, sich mit einem Buch auf's Sofa zu verkrümeln und abzutauchen.
Zum Beispiel auch mit einem neuen Kochbuch:

Indisch kochen - von Anjali Pathak


Hmmm...moment mal: Anjali Pathak?
Pathak?
Vielleicht kommt euch der Name ja auch irgendwie bekannt vor?
Gerade, wenn man ab und zu zwischen den Supermarktregalen mit den internationalen Angeboten herumschwirrt.
"Patak's" als Hersteller indischer Produkte ist nämlich nahezu weltweit zu finden.


Die Familie Pathak (das "H" wurde irgendwann aus dem Firmennamen wegrationalisiert) ist indischen Ursprungs. Der Gründer (Großvater) kam in den 50er Jahren nach London und ärgerte sich seinerzeit, dass er dort gezwungen war, entweder seine Ernährungsgewohnheiten umzustellen oder selbst kochen zu müssen, und entwickelte so erste Fertigprodukte, die er in seiner indischstämmigen Umgebung verkaufte.
Mittlerweile ist daraus ein respektables Gewürzimperium hervorgegangen.
Anjali Pathak ist die Enkelin dieses Gründers, Bloggerin und Buchautorin.

Doch zurück zum Buch selbst.
Der Titel verrät es auf den ersten Blick: es geht um das vielfältige Thema der indischen Küche.
Und so farbenfroh wie der purpurne Bucheinband (erinnert sehr an die Banderolen des Produktlabels), so bietet auch der Inhalt selber eine vielfältige und bunte Sammlung an Rezepten.
Auf den über 200 Seiten ist eine kreative Mischung aus diversen traditionellen Speisen, indischen Gewürzen, verbunden jedoch mit einem Mix aus westlichen Elementen zu finden.

Aufgeteilt in die Kapitel
- Kleine Gerichte
- Hauptgerichte
- Wohlfühlfaktor
- Gemüse satt
- Grillsommer auf Indisch
- kleine Extras
- süß uns würzig
- Cocktailzeit
ist da sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei.

Kleine Auswahl gefällig?
Pakoras mit Möhre, Zwiebel und Spinat - Papri chaat - Biryani mit Ofengemüse - Kürbis mit Feta, Tomate und Minze nach Balti-Art - Safran-Honig-Naan - Geröstete Haselnüsse mit Kardamom-Eis....

Auf den ersten Seiten bemerkt Anjali Pathak:
"Die besten Gerichte schmecken nur deshalb am besten, weil viel Liebe und Gefühl in ihnen steckt.
Sie entstammen kostbaren Erinnerungen und haben alle ihre eigene Geschichte zu erzählen."

Genau das macht das Buch auch aus.
Keine reine Rezeptesammlung, sondern ein Auszug aus der Familiengeschichte, untermalt von vielen Fotos und liebevollen Hintergrundgeschichten.


Hätten wir es gekauft?
Ehrlich gesagt schwierig, dies' eindeutig zu beantworten.
Ein unentschlossenes "vielleicht" trifft es.
Warum?
Leider hat nicht jedes Rezept ein Foto - für uns immer ein kleiner Punkteabzug, was die Kaufentscheidung anbelangt.
Desweiteren ist eine Vielzahl von Gewürzen erforderlich.
Unser Vorratsschrank bzw. unsere sog. "Gewürzlade" ist zum Glück randvoll gefüllt.
Wer aber von vorne bis hinten alles neu kaufen muss, der investiert erstmal.
Das ist jedoch sicherlich normal bei derart internationaler Küche.
Man sollte es nur berücksichtigen.
Die begleitenden, herzlichen Familiengeschichten machen es jedoch eindeutig zu einem besonderen Kochbuch.
Wer Lust hat, den Spagat zwischen authentischer indischer Küche und einem gewissen Anteil an modernem, westlichem Einfluss einzugehen, für den ist es genau richtig.
Es lohnt sich auf jeden Fall, selbst im Buchladen einmal durch die Seiten stöbern und sich ein Urteil zu bilden.

Erschienen im November 2015 im Südwest Verlag
120 Rezepte / 224 Seiten
Originalausgabe "Secrets from my indian family kitchen"
Preis €24,99  


Klar, dass heute aus dem Buch etwas nachgekocht wurde.
Wir haben uns für den Klassiker schlechthin entschieden:



Chicken Tikka Masala

Angaben für 4 Personen

6-8 ausgebeinte Hähnchenoberschenkel, ohne Haut und in fingerlange Stücke geschnitten.

Anmerkung von uns:
Einen Hühnerschenkel von der Haut zu befreien ist recht easy - das Fleisch im rohen Zustand von den Knochen zu lösen, so dass nicht nur kleine Fleischteilchen entstehen, allerdings weniger.
Wir hatten super viel Verlust. Was vielleicht am nicht so berauschenden Messer oder aber an der fehlenden Übung lag.
Beim nächsten Mal würden wir - auch wenn die Konsistenz und der Geschmack evt. ein wenig abweichend sind - auf Hühnerbrüste umsteigen.

Tikka Paste
2EL Naturjoghurt
1TL gemahlene Kurkuma
1/2TL Chilipulver
1TL Knoblauchpaste
1TL Ingwerpaste

Masala-Sauce
2EL neutrales Pflanzenöl
4 grüne Kardamomkapseln
1 Zimtstange
1TL Kreuzkümmelsamen
1 große Zwiebel - in feine Scheiben geschnitten
2TL Knoblauchpaste
1TL Ingwerpaste
3 grüne Chilischoten - eine in feine Ringe geschnitten und zwei mit einem Messer angeritzt
2EL Garam Masala
1EL gemahlener Koriander
2TL gemahlener Kreuzkümmel
1 Dose gehackte Tomaten (400g)
15g Butter (nach Belieben)
6EL Sahne oder Naturjoghurt
Salz, Zucker nach Geschmack
Zitronensaft, nach Geschmack
Koriandergrün zum Garnieren


Die Zutaten für die Tikka-Paste in einer Schüssel mischen und die Fleischstücke gleichmäßig mit der Paste vermengen.
Am besten das Fleisch abgedeckt über Nacht im Kühlschrank marinieren.

Für das Masala das Öl in einem Topf auf mittlerer Stufe erhitzen.
Die Kardamomkapseln und die Zimtstange kurz darin anrösten.
Dann die Kreuzkümmelsamen kurz mitrösten und sobald sie knistern, die Zwiebeln 5 Minuten mitdünsten, bis sie glasig und am Rand leicht braun sind.
Den Knoblauch, den Ingwer und die Chilischoten unterrühren und mitdünsten.
In der Zwischenzeit das Garam Masala, die gemahlenen Koriander- und Kreuzkümmelsamen mit ein paar EL Wasser anrühren, in den Topf geben und gründlich verrühren.
Nach 1 Minute die Tomaten und (wenn verwendet) die Butter unterrühren.
Anschließend 200ml Wasser zugießen und das Masala etwa 15 Minuten köcheln lassen.

Inzwischen eine Grillpfanne oder den Grill auf mittlerer Stufe erhitzen und das Chicken Tikka etwa 10 Minuten unter häufigem Wenden gut durchgaren.

Nun die Sahne oder - für eine leichtere Variante - den Joghurt in die Masala-Sauce rühren, probieren und mit Salz, Zucker und Zitronensaft abschmecken.

Man kann nun entweder das Chicken Tikka in die Sauce geben oder - wenn es ein echtes Chicken Tikka Masala werden soll - die Sauce über das Fleisch gießen.
Ganz zum Schluss Koriandergrün drüberstreuen.







Der Aromen-Beschuss war übrigens absolut gewaltig!
Durch das ganze Haus ging der Duft der diversen Gewürze und ließ ein Gefühl (ein ziemlich großes Gefühl) von Indien mitten in Oldenburg aufkommen.
Wahnsinn!
Mal schauen, was wir als nächstes aus dem Buch versuchen werden.


Hinweis: Das Buch haben wir freundlicherweise von der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt bekommen. 
Der Inhalt dieser Rezension spiegelt jedoch ausschließlich unsere Meinung wieder.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Herbstfarben und 'ne warme Suppe dazu


Das Projekt Herbsturlaub 2014 sollte eigentlich aus folgenden Bausteinen bestehen: Couch, Bücher lesen, das ein oder andere Rezept ausprobieren, Couch, Spieleabende bei Wein und Kerzenlicht, Couch - kurzum Chillfaktor 100%.
Aber dann wurde doch dauernd irgendetwas erledigt, Sachen von "A" nach "B" gebracht, eingekauft, aufgeräumt, hier was gemurgelt und dort etwas besorgt.
Die zunächst scheinbar schier unendlich freie Zeit schmolz auf gefühlte zwei Stunden zusammen bzw. ist zack - jetzt einfach vorbei.

Morgen geht die Arbeit wieder los und der Gedanke fühlt sich ehrlich gesagt nicht wirklich gut an.
Um nicht in den vollkommenen Blues mit hängenden Schultern und gleichartigen Mundwinkeln zu versinken, haben wir heute aber nochmal aus vollen Zügen das bärige Herbstwetter mit allem Drum und Dran genossen.
Denn wenn eines super, super genial war in den letzten 14 Tagen, dann war es dieser Spätsommer.

Die herbstlichen Farbspiele der Natur sind eine Pracht und tun der Seele doch einfach nur gut.
Da ist dann auch schnell jeder Frust vergessen.


Entsprechend musste natürlich auch unser Rezept für heute sein - etwas für die Seele und den Bauch und das Auge.
Herausgekommen ist eine wirklich leckere aber auch ein wenig "andere" Kürbissuppe.


Kürbissuppe mit Madras-Curry und Ingwer

Ergibt 4 Portionen

3 Schalotten
20g Ingwer
400g Hokkaido-Kürbis
2EL Olivenöl
1EL Madras-Currypulver
1-2TL Zucker
800ml kräftige Gemüsebrühe
50g Butter
Salz, Pfeffer
Saft von etwa 1/2 Zitrone


Schalotten abziehen Ingwer schälen und beides klein würfeln.
Kürbis waschen, Kerngehäuse entfernen, Kürbis samt Schale klein schneiden
(Hokkaido-Kürbis muss nicht geschält werden).


Öl in einem breiten Topf erhitzen.
Schalotten und Ingwer darin in ca. 1 Minute glasig dünsten.
Kürbis und Curry hinzufügen, unter Rühren eine weitere Minute andünsten.
Düfte tief einatmen und glücklich sein...

Kürbis mit Zucker bestreuen und diesen leicht karamellisieren lassen.
Brühe zugießen und die Suppe bei mittlerer Hitze zugedeckt 15-20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich gegart ist.
Suppe mithilfe eines Pürierstabs oder in einem Mixer fein pürieren.
Abschließend die Butter unterrühren und die Suppe mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken.
Nach Belieben mit ein paar Tropfen Kürbiskernöl und gerösteten Kürbiskernen anrichten.


Zugegeben: für uns war es ein Experiment.
Aber: voll gelungen!
Die leichte Schärfe + das Aroma des Ingwers machen diese Suppe wirklich besonders.
Schon der Duft beim Kochen ist verführerisch und lässt ungeduldig die Löffel klopfen.


Wie passend, dass es aktuell ein tolles Blog-Event von Steffi's CupCake Werk (klick) gibt.
Da reichen wir doch gerne dieses Rezept einmal ein.


 So, nun genießen wir noch die restlichen Stunden dieses Wochenendes.
Und wenn ihr noch ein wenig Lust und Zeit habt: klickt doch mal auf unsere neue Facebook-Seite.
Sie steht seit gestern im Netz und freut sich über jeden "Gefällt-mir-Klick".... :)



Liebe Grüße
Petra & Michael




Sonntag, 31. August 2014

Tschüß Sommer!


Habt ihr es diese Woche auch bemerkt? Die Zeichen stehen auf Herbst. Aber gewaltig!
Wenn morgens um 5:00 Uhr der Drahtesel aus dem heimischen Stall geholt wird, ist es bereits wieder grottendunkel und unangenehm kalt.
Der Geruch draußen hat diesen typischen Beigeschmack von Feuchtigkeit und Laub, die Kastanien purzeln schon von den Bäumen, die Kürbisse haben ihren festen Platz auf dem Wochenmarkt und unser Kater verbringt die Nacht jetzt auch lieber im warmen Haus und ist nur stundenweise noch draußen aktiv.
Alles sichere Zeichen.
Der Sommer geht in seine letzte Runde.


Aber ganz ehrlich: so schlecht ist das auch nicht.
Die Unterarme kleben endlich nicht mehr auf der Schreibtischunterlage fest, die Spinnenbeine der Arbeitskollegen sind wieder in lange Beinkleider verhüllt und kein fieses Mückengesumse mehr in der Nacht, wenn die Viecher meinen, sie müssten bei uns noch ihr Nachtmahl einnehmen.
Jetzt wird es langsam wieder irgendwie gemütlicher.
Die Abende in eine Decke eingemummelt...ein nettes Buch in der Hand und ein paar Lichter, die für Atmosphäre sorgen.
Ja - so lässt es sich aushalten.

Um den Sommer noch ein wenig einzufangen und auch in ein paar Wochen noch das gewisse "Feeling" aufkommen zu lassen, haben wir heute noch einen großen Topf "Ananas-Ingwer-Marmelade" gekocht. Der Duft, der dabei durch das Haus zieht ist einmalig und von keinem Putzmittel dieser Welt zu toppen.
Glaubt es uns - phantastisch!



 Hier jetzt das Rezept zum Nachkochen:

Ananas-Ingwer-Marmelade

Für ca. 8 Gläser a 125ml

1 frische, reife Ananas - je nach Größe evt. zwei -
(wenn sich ein Blatt oben einfach rauszupfen lässt, ist sie gut)
500g Gelierzucker 2:1
1 Zitrone (Saft davon)
1 Stück Ingwer (ca. 20g bereits gerieben)
Twist-off-Gläser - frisch gespült und ggfs. sterilisiert


Von der Ananas zunächst den grünen Schopf und vom Boden eine etwas dickere Scheibe abschneiden und entfernen.




Die Ananas dann mit einem scharfen Messer der Länge nach vierteln.
Den etwas härteren Mittelstrunk herausschneiden und entfernen.
Anschließend das Fruchtfleisch von der Schale lösen und in kleine Stücke schneiden.



1kg vom Fruchtfleisch der Ananas abwiegen, in einen etwas größeren Kochtopf geben und mit Gelierzucker "2:1" mischen.
Die Ananas ca. 1 Stunde Saft ziehen lassen.
Dabei hin und wieder mit einem Kochlöffel umrühren. 


Den Ingwer zufügen und mit dem Pürierstab die Fruchmenge grob pürieren.
Das Fruchtfleisch der Ananas mit dem Pürierstab grob pürieren.
Die Marmelade nun unter Rühren 4 Minuten sprudelnd aufkochen lassen.
Anschließend heiß in die sauberen Gläser (randvoll) füllen, gut verschließen und die Gläser für
ca. 5 Minuten auf den Kopf stellen - so wird die Marmelade luftdicht verschlossen.

So - jetzt ist der Sommer auch in der kalten Jahreszeit immer griffbereit.




Ist es bei euch auch schon so abgekühlt und ungemütlich geworden?
Habt ihr ein typisches Rezept, dass euch immer wieder an die Sommer- und Urlaubszeit erinnert?

Wir wünschen euch auf alle Fälle einen wunderbaren Spätsommer.
Genießt die verbleibenden Sonnenstrahlen und macht euch eine schöne Woche (auch wenn es regnen sollte)!