Sonntag, 19. Oktober 2014

Einfach gruselig


Kennt ihr das?
Es gibt Tage, da zieht sich etwas ganz Beherrschendes durch den Alltag.
Das kann was ganz Tolles sein.
Wie z.B. unser Apfeltag (klick). Der war so klasse und hat unsere Herzen so hüpfen lassen, dass die paar Stunden dort auf dem Hof auch noch in den nächsten Tagen vollkommen präsent waren und die Erinnerung daran uns im Kreis grinsen ließ.
Tja...und dann gibt es auch noch das komplette Gegenteil.
Bei einer Befragung, wie wir denn so unsere 42. Kalenderwoche 2014 beschreiben würden, wäre ganz klar unsere Antwort "gruselig".
Die letzte Woche war einfach nur "gruselig".
Es begann bereits Montag.
Montag = Tag 1 nach dem Herbsturlaub.
Ein Gefühl wie "zurück in den Knast nach ausgiebigem Freigang".
Sagt alles, oder?
Nix ist gut an solch einem Tag. Aber auch so gar nix.
Alles ist "gruselig".
Dienstag kam der Streik der GDL.
Kein Zug sollte fahren ab 14:00 Uhr.
Bei uns fuhr die DB bereits ab 5:00 Uhr morgens schon nicht mehr.
Und Mittwoch auch nicht.
Und weil es so nett war: Donnerstag auch noch nicht.
Wie war das noch? "Sänk you for träwelling Deutsche Bahn".


Ein verständnisvolles Lächeln will einem da nicht mehr gelingen.
Nicht ein noch so ein kleines.
Alles einfach gruselig.
In der Firma gab es zudem eine EDV-Umstellung.
Ganz großes Kino.
Wir werden auch in der kommenden Woche noch unseren "Spaß" daran haben.
Ach, was sag ich - die nächsten Wochen.

Und weil das alles so schrecklich "gruselig" war, musste es auch irgendwie ein passendes Rezept dazu sein.
Mit Grusel-Faktor sozusagen.
Ähmmm....das Bestreuen mit den Kokosflocken hatte es in sich und reihte sich in das bekannte Motto ein, wie Faust auf's Auge.
Wie bitteschön soll der Rand einer Torte Kokosflocken erhalten, ohne dass entweder die Küche anschließend aussieht wie Schlachtfeld, oder Torte extreme Schieflage bekommt?
Grummel....nicht lustig!!!!!
Ging dann aber mit Hilfe eines Messers doch noch irgendwie.....
Aber der Reihe nach:

Möhren-Kokos-Torte

(aus dem Buch "Torten" von Linda Lomelino)


Möhrenboden
150g Butter
3 große Eier
120g Zucker
120g heller Muskovado-Zucker (heller Rohrohrzucker)
1TL Vanillezucker
180g Weizenmehl
2TL Backpulver
1 1/2TL Natron
1TL Zimt
250g Möhren
100g Walnüsse
150g Apfelmus

Backofen auf 175°C vorheizen.
Zwei Backformen von etwa 15cm Durchmesser einbuttern und bemehlen.
Die Butter schmelzen und abkühlen lassen.
Eier, Zucker und Muskovado-Zucker hell und schaumig aufschlagen.
Butter und Vanillezucker untermischen und noch ein wenig weiterrühren.
Mehl, Backpulver, Natron und Zimt mischen und zum Teig sieben.
Alles nur kurz zu einem Teig verrühren.
Die Möhren schälen und fein reiben.
Nüsse hacken.
Möhren, Nüsse und Apfelmus unter den Teig heben und diesen gleichmäßig auf die Formen verteilen.
Teigböden im Ofen ca. 40-45 Minuten backen.

Abkühlen lassen

Frischkäsecreme
100g zimmerwarme Butter
300g Doppelrahmfrischkäse (oder anderer Frischkäse)
200g Puderzucker
1TL Vanillezucker

Die Butter cremig-hell aufschlagen.
Den Frischkäse zufügen und alles zu einer glatten, dicken Masse verrühren.
Gedanken an die Kalorien ausschalten.
Puderzucker und Vanillezucker dazugeben und kräftig unterrühren.
Falls die Creme noch zu weich ist, diese eine Weile in den Kühlschrank stellen.

Dekoration
100g Kokosraspel
In diesem Falle noch 3 "Geister"


Die Torte zusammensetzen:
Die beiden Tortenböden horizontal halbieren, um vier dünne Böden zu erhalten.


Den ersten Boden auf einen Tortenteller legen und mit einer gleichmäßigen Schicht Creme bestreichen.


So mit zwei weiteren Böden fortfahren.
Dann den vierten Boden mit der Schnittseite nach unten auflegen (um "oben" eine glatte Ebene zu erhalten).
Die Torte rundum mit der verbliebenen Creme überziehen, dann mit einer Schicht Kokosraspel dicht bestreuen.
Hach - der Brüller!
Ist eine Riesen-Sauerei - macht überhaupt keinen Spaß und sorgt mehr oder weniger für Stress.
Seufz.
Tipp: die Kokosraspeln auf eine Messerklinge geben und dann andrücken. 


 

 


Nach Wunsch mit Geistern oder einer anderen Dekoration zusätzlich verzieren.



Und da das irgendwie verdächtig nach "Halloween" aussieht, haben wir uns mal kurz im Netz umgesehen und ein laufendes Blog-Event dazu gefunden.
Wie klasse! 
Dani von "Fabulousfood" hat ein "Trick or treat"-Event ausgerufen.
Falls ihr selber Lust bekommen solltet, daran teilzunehmen - bis 25. Oktober habt ihr noch Zeit!

http://fabulousfood.de/?p=2035


Wie war eure Woche?
Seid ihr auch vom Bahnstreik betroffen gewesen (oder vielleicht aktuell noch)?
Sonst alles glatt gelaufen?
Macht euch noch einen schönen Abend.
Es gibt übrigens keinen Tatort, sondern Polizeiruf 110.
....gruselig.....
;)

Nächsten Sonntag wird übrigens die Uhr wieder zurück gestellt und wir können eine Stunde länger Wochenende zelebrieren.
Wenn das nicht prima Aussichten sind!








Sonntag, 12. Oktober 2014

Herbstfarben und 'ne warme Suppe dazu


Das Projekt Herbsturlaub 2014 sollte eigentlich aus folgenden Bausteinen bestehen: Couch, Bücher lesen, das ein oder andere Rezept ausprobieren, Couch, Spieleabende bei Wein und Kerzenlicht, Couch - kurzum Chillfaktor 100%.
Aber dann wurde doch dauernd irgendetwas erledigt, Sachen von "A" nach "B" gebracht, eingekauft, aufgeräumt, hier was gemurgelt und dort etwas besorgt.
Die zunächst scheinbar schier unendlich freie Zeit schmolz auf gefühlte zwei Stunden zusammen bzw. ist zack - jetzt einfach vorbei.

Morgen geht die Arbeit wieder los und der Gedanke fühlt sich ehrlich gesagt nicht wirklich gut an.
Um nicht in den vollkommenen Blues mit hängenden Schultern und gleichartigen Mundwinkeln zu versinken, haben wir heute aber nochmal aus vollen Zügen das bärige Herbstwetter mit allem Drum und Dran genossen.
Denn wenn eines super, super genial war in den letzten 14 Tagen, dann war es dieser Spätsommer.

Die herbstlichen Farbspiele der Natur sind eine Pracht und tun der Seele doch einfach nur gut.
Da ist dann auch schnell jeder Frust vergessen.


Entsprechend musste natürlich auch unser Rezept für heute sein - etwas für die Seele und den Bauch und das Auge.
Herausgekommen ist eine wirklich leckere aber auch ein wenig "andere" Kürbissuppe.


Kürbissuppe mit Madras-Curry und Ingwer

Ergibt 4 Portionen

3 Schalotten
20g Ingwer
400g Hokkaido-Kürbis
2EL Olivenöl
1EL Madras-Currypulver
1-2TL Zucker
800ml kräftige Gemüsebrühe
50g Butter
Salz, Pfeffer
Saft von etwa 1/2 Zitrone


Schalotten abziehen Ingwer schälen und beides klein würfeln.
Kürbis waschen, Kerngehäuse entfernen, Kürbis samt Schale klein schneiden
(Hokkaido-Kürbis muss nicht geschält werden).


Öl in einem breiten Topf erhitzen.
Schalotten und Ingwer darin in ca. 1 Minute glasig dünsten.
Kürbis und Curry hinzufügen, unter Rühren eine weitere Minute andünsten.
Düfte tief einatmen und glücklich sein...

Kürbis mit Zucker bestreuen und diesen leicht karamellisieren lassen.
Brühe zugießen und die Suppe bei mittlerer Hitze zugedeckt 15-20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich gegart ist.
Suppe mithilfe eines Pürierstabs oder in einem Mixer fein pürieren.
Abschließend die Butter unterrühren und die Suppe mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken.
Nach Belieben mit ein paar Tropfen Kürbiskernöl und gerösteten Kürbiskernen anrichten.


Zugegeben: für uns war es ein Experiment.
Aber: voll gelungen!
Die leichte Schärfe + das Aroma des Ingwers machen diese Suppe wirklich besonders.
Schon der Duft beim Kochen ist verführerisch und lässt ungeduldig die Löffel klopfen.


Wie passend, dass es aktuell ein tolles Blog-Event von Steffi's CupCake Werk (klick) gibt.
Da reichen wir doch gerne dieses Rezept einmal ein.


 So, nun genießen wir noch die restlichen Stunden dieses Wochenendes.
Und wenn ihr noch ein wenig Lust und Zeit habt: klickt doch mal auf unsere neue Facebook-Seite.
Sie steht seit gestern im Netz und freut sich über jeden "Gefällt-mir-Klick".... :)



Liebe Grüße
Petra & Michael