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Sonntag, 5. Juli 2015

Von jetzt auf gleich


Lange ließ er dieses Jahr auf sich warten.
Jetzt ist er da - geballt und heftig und irgendwie auch schon wieder ein wenig lästig.
Der Sommer 2015.
Klar, es ist toll, wenn die Sonne scheint, Mahlzeiten auf der Terrasse möglich sind, wenn es warm ist und die Endorphine sich exorbitant und in Warp-Geschwindigkeit im Körper ausbreiten aber...und vor allem und überhaupt: Sommer ist toll, wenn man Urlaub hat!
Aber...so...im laufenden Büro-Alltag???
Sorry - geht die Hitze gar nicht.
Eine Störung im Betriebsablauf nach der anderen.
Deo versagt.
Kreislauf versagt.
Schuhwerk ist schwierig.
Klamotten sowieso.
Schlafen - viel zu warm dazu.
Temperaturen im Büro (Glasfassade und fehlende Klimaanlage sei dank) wie auf einer Mittelmeerinsel.
Leider fehlt das Meer...und überhaupt...alles andere auch.
Kunden genervt, Kollegen genervt, Partner genervt, Kater genervt, man selber genervt - kurzum:alle genervt.

Da hilft nur eins: Augen zu und durch. Irgendwie.
Seelenfutter kann auch helfen - wie immer.
Und was geht bei uns immer?
Pasta!
Nein - bloß nicht bei den Temperaturen mit schwerer Soße oder als Auflauf.
Aber mit so einer schlichten und ehrlichen Nudel auf du-und-du - ja, da kann der Feierabend doch noch was werden.

Selbstgemachte Nudeln sind volle Lotte "yummy" und eigentlich auch recht unkompliziert.

Hier heute unser Hausmacher-Tagliatelle-Rezept:



Tagliatelle


Grundteig

100g Mehl (Type 405 oder das italienische "doppio zero" 00)
1 Ei

Das ergibt im Schnitt eine Portion und lässt sich beliebig vervielfachen.

200g Mehl
2 Eier

300g Mehl
3 Eier

400g Mehl...na...ihr könnt es euch ausrechnen.

Das Mehl gebt ihr zusammen mit dem Ei/den Eiern in eine Schüssel.

Wie ohne Salz?
Ja - vollkommen ohne Salz.
Die Nudeln lassen sich damit  in einem offenen Gefäß und in Lagen  (getrennt durch Haushaltspapier) auch etliche Tage aufbewahren  o h n e  dass sie Wasser ziehen.
Salz wird üppig ins Nudelwasser gegeben - das reicht vollkommen.

Zurück zum Teig.
Wie gesagt - Mehl und Ei(er) verrühren und durchkneten, bis er elastisch und glänzend ist.
Evt. noch ein wenig Mehl einarbeiten.

Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie wickeln oder in einen Gefrierbeutel packen.
Für ca. 30 - 60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Je nach Teigmenge nach der Ruhezeit diesen in 4-6 Stücke teilen.
Diese kleineren Portionen machen das Ausrollen einfacher.
Immer nur ein Teigstück bearbeiten - die anderen abgedeckt zur Seite legen (trocknen schnell aus).


Wir haben eine kleine Nudelmaschine - aber mit dem Nudelholz geht es auch einigermaßen.
Wichtig ist, dass die Teigplatten dünn ausgewalkt werden - dann werden sie nach Wunsch geschnitten und anschließend ca. eine halbe bis eine Stunde getrocknet. Das geht flach auf einem Brett liegend oder wie Wäsche auf der Leine hängend.






Die Nudeln benötigen nur eine Kochzeit von 2-3 Minuten - wie gesagt...ordentlichen Schwupp Salz ins Kochwasser geben.

Pesto in allen Variationen ist perfekt für diese Nudel.

Wie wäre es z.B. mit einem Petersilien-Walnuss-Pesto?
Anders als sein Basilikum-Bruder ist diese Variante sehr viel preiswerter....

Petersilien-Walnuss-Pesto


Ihr braucht (für ein Glas von ca. 220ml)

60g Walnusskerne - gehackt
40g frische Petersilie - auch bereits vorgeschnitten - 
15g geriebenen Peccorino oder Parmesan (wir haben Grana Padano verwendet)
1 Knoblauchzehe - fein gewürfelt -
75ml Olivenöl
Salz

Alle Zutaten - bis auf das Olivenöl und das Salz - im Mixer fein zerkleinern. Dann das Olivenöl zufügen und nochmals ein paar Sekunden durchmixen. Anschließend mit Salz abschmecken.
Nach Bedarf noch ein wenig Olivenöl zufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Voilà!





Auch unsere anderen Pesto-Sorten (Basilikum-Pesto, Walnuss-Ricotta-Pesto) oder natürlich die Tomatensauce von letzter Woche sind klasse zu diesem Nudelrezept.

Sia von Sia's Soulfood hat derzeit ein Nudel-Event ausgeschrieben (klick).
Gerne reichen wir diesen Beitrag bei ihr ein.

http://siasoulfood.blogspot.de/2015/06/auf-die-nudel-fertig-pasta-das-pasta.html

Nun versuchen wir noch ein wenig den Abend zu genießen - es gießt draußen übrigens gerade wie aus Kübeln.
Vielleicht wäre ein kleiner Tanz im Regen gar nicht so übel...
Macht es gut - bis nächsten Sonntag!

Sonntag, 1. Februar 2015

Sturm im Weckglas...




Anfang der Woche wurde es in der Foodblogger-Szene ein wenig "stürmischer"....

Ein bekannter Pastasaucen-Hersteller (gib mir ein "B") platzierte als Kommentar auf Seiten von Foodbloggern mit einer hohen Reichweite ungefragt seinen eigenen Werbelink.
Keine geschickte Aktion...
Mittlerweile setzen Unternehmen zwar gerne und immer öfter auf die Zusammenarbeit mit Bloggern - aber auf eine so freche Art und Weise die Reichweite erfolgreicher Blogger für Eigenwerbung zu missbrauchen, das grenzte schon an ziemliche Dreistigkeit und sorgte entsprechend in der Szene für heiße Diskussionen.
Solidarisch wurde der Beschluss gefasst, den Spieß umzudrehen und quasi "Gleiches mit Gleichem" zu vergelten. 
Man postete unter einem Beitrag der betreffenden Unternehmens-Facebook-Seite folgenden Satz, der jeweils um ein Rezept und Link auf den eigenen Blog ergänzt wurde.
“Lecker! Und wenn man keine Lust auf […] hat, kann man auch […] essen!  Auf meinem Blog erfahrt ihr, wie einfach das ist: [… Link auf den jeweiligen Blog…] Viele Grüße, Eu(e)r(e) Blogger(in)”.
Weit über 200 Foodblogger haben sich bislang dran beteiligt.
Und so bestimmt seitdem der Hashtag #dishstorm und #pestogate die sozialen Netzwerke.
Sogar das Online Magazin des Stern hat darüber berichtet...
Und das Unternehmen mit dem großen "B"?
Das hat sich bislang nicht wirklich entschuldigt.
Vielmehr argumentierte es damit, dass es sich eigentlich gar nicht um Werbung handelte, schließlich würden die Beiträge des Corporate Blogs auch von Foodbloggern geschrieben.
Man gelobe aber Besserung.
Ah ja.

Mia, vielen eher bekannt als “Küchenchaotin” hat in einem Blogevent (klick) aufgerufen Pestorezepte einzureichen.
Bis zum 15. Februar könnt ihr selber noch mitmachen.
Wir haben heute schonmal unseren Mixer geschwungen!

http://kuechenchaotin.de/pestostorm-das-blog-event/

Bei uns sind nämlich die Schnupfen-Viren eingezogen - und zwar im Rudel, mit Sack und Pack und allem Gedöns.
Unsere Köppe sind wie mit Watte gefüllt - die Nasen sind dicht - in den Ohren rauscht es - wir riechen nix - wir schmecken nix und auf den Füßen stehen ist auch doof.
Alles ist irgendwie doof.
In solchen Situationen geht ein Gericht bei uns jedoch immer: Pasta.
Nudeln sind einfach klasse und eine vollkommen rezeptfreie Medizin.
Sie sind schnell gemacht, tun der Seele gut und sind eigentlich immer im Haus.

Was bei uns seit ein paar Wochen auch bergeweise im Haus ist, sind Walnüsse.
Die haben wir nämlich beim Advents-Gewinnspiel von Aka-Kochtopf gewonnen.
Ganze zwei Kilo geschälte kalifornische Walnusskerne tummeln sich seither in unserer Küche.
Und glaubt uns...zwei Kilo sind viel.
Ähmmm...auch die fotogene Schürze ist daher...


Zurück zum Pesto.
Pesto ist klasse.
Alle Zutaten in einen Becher - Mixer rein - alles gut zerkleinert - fertig.
Das funktioniert auch mit Schnuppen-Nase und Wackelknien.

Probiert es aus:

Walnuss-Ricotta-Pesto

für etwas mehr als zwei Gläser a 220ml braucht ihr

250g Ricotta
150g Walnusskerne (schonmal ein wenig vorgehackt)
60g Grana Padano (gerieben)
1 frische Knoblauchzehe (fein gewürfelt)
10 Blätter frischen Basilikum
4 getrocknete Tomaten in Öl
2 EL Pinienkerne
1 TL Weißweinessig
8EL gute Olivenöl (bzw. nach Wunsch auch mehr)
Zum Abschmecken Salz und vielleicht ein wenig frisch gemahlenen Chili




Vorab die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne goldgelb anbräunen.
Das geht manchmal fixer als man denkt!
Die Pinienkerne mit den restlichen Zutaten - bis auf den Käse - in einen geeigneten Behälter füllen und den schon erwähnten Mixer holen.
Alles auf die gewünschte Konsistenz zerkleinern.
Anschließend den Parmesan zufügen und ggfs. noch unter Zugabe von weiterem Öl vermengen.
Mit Salz und Chili abschmecken.


Das Pesto schmeckt eigentlich schon am gleichen Tag - doch ehrlich gesagt, ist es am Folgetag noch wenig schöner durchgezogen.
Wie lange sich die Menge insgesamt im Kühlschrank halten würde, können wir nicht beantworten...ist bereits nach kurzer Zeit bei uns aufgebraucht.
Schmeckt auch auf warmen/frischen Brot sehr, sehr lecker.





Sehr, sehr lecker!
So - wir werden den Rest des Abends einfach nix tun.
Naja...hin und wieder werden wir doch noch einen kleinen Blick auf unseren FB-Account werfen.
Denn die dortigen Zahlen bringen uns immer noch zum Staunen.
Becky (Cooking around the world), Tina (Lecker und Co.) und auch Mimi (Mimisfoodblog) haben in den letzten Tagen so himmlisch für uns Werbung gemacht, dass unsere Zugriffszahlen einen derartigen Schub nach oben bekommen haben, dass uns einfach nur der Mund offen stehen blieb.
Ein ganz, ganz dickes Danke nochmal an euch und an jede und jeden, der ein "gefällt mir" hinterlassen hat.
Wir sind wirklich ganz glücklich drüber und hoffen, es gefällt euch weiterhin bei uns.

Jetzt noch euch allen ein gemütlichen Rest-Sonntag - wer von euch krank sein sollte: alles Gute - kommt fix wieder auf die Füße!

Bis nächste Woche!
Petra und Michael


Sonntag, 24. August 2014

Greenday



Der Alltag hat uns wieder.
Kennt ihr das? Der erste Tag nach dem Urlaub ist einfach nur gruselig und zäh wie Kaugummi.
Schon am Abend vorher macht sich schlechte Laune breit, die Nacht über findet man nicht so recht den erholsamen Schlaf und der Wecker klingelt gefühlt mitten in der Nacht.
In der Firma erwarten einen hunderte von ungelesenen Emails + sonstige Neuigkeiten, die einen erstmal den Kopf schütteln lassen.
Eine Woche Arbeit (und noch dazu Spätschicht) und von Urlaubsstimmung ist nicht mehr sooo viel zu verspüren.
"Herzlich Willkommen zurück!"
Wann bitteschön, ist der nächste Urlaub eingetragen?

Dieses Wochenende haben wir daher den extremen "Chill-Modus" eingeschaltet.

Keinerlei Hektik oder Stress - alles gaaanz ruhig und gemüüütlich.
Yeah!
Unser kleiner grüner Mitbewohner hat heute seinen vierten "Schlüpftag".
Ja, auch Frösche haben Geburtstag.
Nicht wundern, nur mitfreuen.


Und wenn letztes Wochenende alles "blau" bei uns war, so ist diesen Sonntag alles "grün"!
Wir möchten euch heute ein unkompliziertes aber mega leckeres Basilikum-Pesto ans Herz legen.
Am längsten dauert das Pflücken der Blätter (75g sind fast drei Töpfe...schluck).


Das Ergebnis ist jedoch den kleinen Aufwand alle Mal wert und solch ein Pesto-Glas ist auch ein tolles Geschenk/Mitbringsel bei einer Einladung.

Auf-die-Blätter...fertig...loooos!

Basilikum-Pesto

 

75g frische Basilikumblätter
50g Pinienkerne
2 Knoblauchzehen - vorab bereits ein bisschen gewürfelt -
1/2 TL Salz
120 - 150 ml Olivenöl - extra vergine -
3 EL Parmesan/Grana Padano - frisch gerieben -


Die Pinienkerne vorab in einer beschichteten Pfanne goldgelb anbräunen.
Achtung! Geht sehr schnell!


Alle Zutaten bis auf den Parmesankäse mit einem Pürierstab mixen, dabei die einzelnen Zutaten nach und nach zugeben.
Öl-Menge nach Vorliebe - manche mögen es mehr "ölig" manche mehr "pastig"....
Wenn alles püriert ist, den Parmesan unterrühren.
Das Pesto in ein Glas füllen und gut verschließen (ergibt ca. 300 ml).
Hält sich im Kühlschrank einige Wochen.


Also, lasst es euch schmecken und genießt noch ein wenig den Sonntag - der Montag kommt noch früh genug. Seufz.
Schöne Woche euch allen!!!!