Sonntag, 10. Mai 2015

Jahrestag - der erste...


Kaum zu glauben, aber morgen wird unser kleiner Blog tatsächlich schon ein Jahr.
Whopper durfte zur Feier des Tages die Kerze auspusten. ;)
Wir haben in all den Wochen und Monaten wirklich super, super leckere Rezepte ausprobiert.
So richtig "daneben" und für die Tonne war eigentlich nix.
Doch halt...ein Kräuterbrot wanderte vor etlichen Wochen mal direkt aus dem Ofen in die Tonne.
Es war ein einziger Fladen geworden, vollkommen zerlaufen. Sowohl optisch als auch geschmacklich ein richtiges Disaster.
Das war es dann aber auch.

Der Blog ist für uns ein wunderbares Hobby geworden.
Wir freuen uns über jeden eurer Kommentare und "gefällt-mir"-Klicks und sind gespannt, was uns die nächsten Monate so an kulinarischen Highlights bringen werden.

Zum Geburtstag musste es heute etwas "Kuchiges" sein.
In diesen Wochen ist Rhabarber einfach ein "Muss" - also her mit den Stangen und ab in den Ofen.
Wer derzeit an einer Bikinifigur arbeitet, der liest besser nicht mehr weiter.
Der Kuchen hat eine Unmenge an fiesen Kalorien, die sich sicherlich direkt und ohne Umwege auf allen möglichen Körperteilen festsetzen. Inklusive Fußsohlen.
Aber jede dieser Kalorien schmeckt sowas von göttlich, das man einfach mal Fünfe gerade sein lassen sollte.

Und hier kommt sie jetzt - die Sünde des Sonntags:



Rhabarber Cheesecake

Das Rezept stammt aus dem Magazin "Sweet Dreams" 1/2014
Für eine Springform mit 26cm Durchmesser

Für den Belag
360g geputzter Rhabarber
200g Zucker
2EL Speisestärke
4EL Grenadine-Sirup
4 Eigelb (M)
50g flüssige Butter
100g Mascarpone
400g Frischkäse
abgeriebene Schale und Saft einer Bio Zitrone
2EL Mehl
3 Eier (M)
300g Saure Sahne

Für den Boden
200g Butterkekse
80g Butter



Rhabarber in Stücke (ca. 2cm) schneiden.
Mit 50g Zucker vermischen - wir haben Frucht und Zucker eine halbe Stunde Saft ziehen lassen (stand aber nicht im Rezept).
Bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis der Rhabarber zerfällt.
Mit dem Stabmixer pürieren und etwas abkühlen lassen.
Speisestärke mit Sirup verrühren, ins Fruchtpüree rühren und dieses nochmals kurz aufkochen.
Evt. mit Zucker nachsüßen.
2 Eigelb und die flüssige Butter unterschlagen.
Abkühlen lassen.

Butterkekse fein zerbröseln (funktioniert perfekt in einem Gefrierbeutel und mit dem Nudelholz...oder Flasche).
Butter in einem Topf zerlassen und mit den Keksbröseln vermengen.
Die Masse in eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben und als Boden andrücken.
20 Minuten kühlen lassen.

Ofen auf 180°C (Umluft 160°C) vorheizen.

Mascarpone mit Frischkäse in ca. 2 Min. glatt rühren.
Zitronenschale, Zitronensaft, Mehl und 150g Zucker unterrühren.
Eier, übrige 2 Eigelb und saure Sahne unterschlagen.



Mascarpone- und Rhabarber-Creme im Wechsel in die Form schichten, mit einer Gabel schlierenartig marmorieren.


Käsekuchen ca. 50 Min. goldbraun backen.
Nach der Hälfte der Backzeit den Rand vorsichtig mit einem Messer von der Form lösen (vermeidet Rissbildung beim Abkühlen).

Nach der Gesamtbackzeit Ofen ausschalten und Kuchen darin ca. 1 Std. auskühlen lassen.
Käsekuchen aus Ofen nehmen, aus der Form lösen und nochmals im Kühlschrank min. zwei Stunden durchkühlen.







Bei Mia vom Kochkarussell gibt es noch bis zum 17.05.2015 ein Blog-Event zum Thema "Rhabarberglück" (klick).
Also fix vielleicht selber noch an den Herd/Ofen und mitgemacht!

http://kochkarussell.com/blogevent-rhabarberglueck/


Genießt noch den Sonntag!
Uns erwartet ja wieder eine verkürzte Woche!

Sonntag, 3. Mai 2015

Lady in red



Moinsen!
Na?
Auch so ein schönes verlängertes Wochenende gehabt?
Klasse, oder?
Kein Wecker, der um 4:05 Uhr in voller Dröhnung schellt und uns aus den warmen Federn schmeißt.
Keine Termine - keine Dinge, die unbedingt und gerade jetzt erledigt werden müssen - einfach nur den Tag genießen.
Wir haben uns von irgendwelchen schlechten Wetterprognosen auch nicht wirklich abschrecken lassen, und die "Draußen-Saison" unverändert genossen.
Es gibt einfach nix schöneres als in unserem kleinen Wintergarten geschützt und meineswegen auch ein bisschen dicker eingemummelt zu sitzen, einen dampfenden Becher Kaffee in der Hand...ein Buch oder den Rechner auf den Knien und einfach den Tag dahinziehen zu lassen.
Perfekt und wirklich wie Urlaub!


Die Idee zu unserem heutigen Rezept-Beitrag entstand dann auch im Hinblick auf die kommende Grill-Saison.
Wir haben uns an "Ketchup" gewagt.
Ja-haaa!
Und was sollen wir euch sagen: es ist zum Hinknien.
Schmeißt die gekauften Flaschen über Bord - ihr werdet nie wieder etwas anderes mögen!


Das Rezept selber ist aus unserem derzeitigen Lieblingsbuch "Auf die Hand" von Stevan Paul.
Die darin angegebene Menge hat uns als verzehrenden 2-Personen-Haushalt ein wenig abgeschreckt (es sollten 1,2 l dabei rumkommen), so dass wir kurzerhand mal wieder alles auf die Hälfte reduziert haben.
Herausgekommen ist dann aber doch weniger als gedacht (man gerade 1,5 Flaschen a 250ml).



Hier jetzt die Original-Angaben aus dem Buch:

Ketchup

für ca. (gem. Buchangabe) 1200ml

400g Gemüsezwiebeln fein würfeln und in
4EL Öl glasig dünsten.
20g getrocknete Tomaten (wir haben sie fein gewürfelt) zugeben.
Mit 1EL edelsüßem Paprikapulver und je
1Msp. gemahlenen Nelken und Piment bestäuben.
2EL Tomatenmark unterrühren.
250g Zucker zufügen.
Unterrühren, aufkochen und mit
500ml Wasser und
1l stückigem Tomatenragout verrühren.
100ml Weißweinessig zugeben.



Offen 50 Minuten dicklich einkochen, öfter umrühren.
Mit dem Schneidstab fein pürieren und nochmals 15 Minuten offen einkochen.
Mit Hilfe einer Suppenkelle durch ein feines Sieb passieren.
Mit Salz würzen und in heiß ausgespülte, verschließbare Flaschen füllen.





Fazit: es lohnt sich wirklich jede Minute für die Zubereitung.
Der Ketchup schmeckt einfach und ehrlich nach "Tomate".
Keine Geschmacksverstärker - keine Zusatzstoffe.
Tomate pur. Einfach Bombe und zum hinterher noch abschlecken und auslöffeln.
Wir werden beim nächsten Mal noch eine Variante mit einer Prise gemahlenem Chili versuchen.
Vielleicht auch mal mit Curry oder Kräutern - Möglichkeiten über Möglichkeiten.


Kommt gut in die kommende Woche und genießt die Zeit draußen!