Sonntag, 13. Juli 2014

Brot und Spiele

Nur noch wenige Stunden, dann ist es soweit und Deutschland spielt gegen Argentinien im Endspiel um die Fußball-Weltmeisterschaft 2014.Yeah!
Hach - da hören wir doch ein seliges Seufzen durch die Reihen ziehen: endlich wieder "normale" Fernseh- und Freizeitverhältnisse. Die schwarz-rot-gelbe Deko-Pracht wird langsam wieder weichen - die Bäcker werden keine WM-Brötchen mehr verkaufen, sondern wahrscheinlich Sommer-Brötchen, das WM-Grillpaket wird dem Ferien-Paket weichen, die Zeitungen müssen sich neue Schlagzeilen suchen. Modus "Normal" ist dann wieder angesagt - und das ist auch gut so.
Nur heute - heute ist nochmal ein bisschen Ausnahmezustand, wenn "wir" nachher spielen.
Auch bei uns ist "Fussi" angesagt und unser Kater Bodo musste ebenfalls herhalten.
Wir präsentieren, das BO'rakel.

 Das BO'rakel meditiert...

Seine Lieblingskekse als Stellvertreter der beiden Länder gut platziert in zwei Schalen drapiert - unseren (immer) hungrigen Kater davor und peng - wir wissen es jetzt und das Ergebnis tut irgendwie weh: Argentinien wird Weltmeister.

Die Entscheidung ist gefallen...

Seiner Meinung/Nase nach.
Ähmmm...abwarten...Daumen drücken...Tröten bereit halten und auf die Füße von Müller, Klose und Co. hoffen.



Passend zum Titel des Blogpost präsentieren wir euch heute unser "Hausbrot".
Es hat als Basis selbstangesetzten Sauerteig.
Das lässt es nicht zum Spontan-Brot werden - dauert der Ansatz doch ganze vier Tage + noch die Zeit des richtigen Teiges. Aber: es lohnt sich.


Roggen-Sauerteig

Unser selbstangesetzter Roggen-Sauerteig
Achtung: dauert 3-4 Tage!

1. Ansatz
3 EL frisch gemahlenes Roggenvollkornmehl
3 EL handwarmes Wasser

Mehl mit Wasser verrühren.
Gut abdecken und bei Zimmertemperatur min. einen Tag lang - besser zwei - stehen lassen.

2. Ansatz
3 EL frisch gemahlenes Roggenvollkornmehl
3 EL handwarmes Wasser

Zutaten vom zweiten Ansatz mit dem ersten verrühren.
Masse wieder abdecken und 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.

3. Ansatz
100g frisch gemahlenes Roggenvollkornmehl
100ml handwarmes Wasser

Restlichen Zutaten mit dem bisherigen Ansatz verrühren und einen weiteren Tag bei Zimmertemperatur stehen lassen.


Holsteiner Schwarzbrot


50g Sauerteig (siehe oben)
200g Roggenschrot
160ml handwarmes Wasser

Den Sauerteig mit dem lauwarmen Wasser und dem Roggenschrot verrühren.
Unter einem Tuch an einem warmen Ort 24 Stunden ruhen lassen.

375g Roggenschrot
300ml handwarmes Wasser
14g Salz
20g frische Hefe

Hefe im handwarmen Wasser auflösen.
Roggenschrot in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken und das Hefe-Wasser zufügen.
Salz und Sauerteig-Schrot-Gemisch vom Vortag mit dem Roggenschrot vermengen und gut durcharbeiten.
Den Teig unter einem Tuch an einem warmen Ort erneut 30 Minuten ruhen lassen.
Danach nochmals durcharbeiten und in eine Kastenform legen.
Zugedeckt wieder 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
Den Ofen auf 230°C vorheizen.
Die Oberfläche des Teiglings mit Wasser bestreichen/besprühen und in den vorgeheizten Ofen geben.
Nach 15 Minuten die Temperatur auf 180°C zurücknehmen und bei dieser Temperatur weitere 45 Minuten fertig backen.
Gesamtbackzeit somit 60 Minuten.

Am gleichen Tag kann das Brot kaum verwendet werden - es ist noch zu frisch und lässt sich nicht schneiden ohne in -zig Teile zu zerbröseln.

 


Am Freitag fahren wir übrigens für drei Tage nach Berlin.
Wer einen schönen Tipp für ein besonderes Restaurant (bitte nicht "schicki-micki") oder eine Gaststätte "draußen" für uns hat - immer her damit.

Wir freuen uns, wie immer, über eure Kommentare...

Sonntag, 6. Juli 2014

Rollenspiele

Moin, zusammen!

Der Juli ist da - die erste Hälfte des Jahres liegt hinter uns.
Wo bleibt die Zeit nur?
Geht es euch auch so?
Von Jahr zu Jahr fliegen die Wochen und Monate schneller an einem vorbei.
Unglaublich.

Nicht nur gefühlt, sondern auch ganz real, gab es bei uns letzte Woche kaum Platz für Freizeit und Privates.
Firma und Überstunden war Thema Nummer 1...und Nummer 2...und (seufz) auch noch Nummer 3.
Umso wichtiger war da ein riesiges Stückchen "Chillen" an diesem Wochenende.
Jaaaa - so von vorne bis hinten gut gehen lassen.
Freitag "Fussi" mit dem positiven Ergebnis und dem Einzug ins Halbfinale (bärig, Jungs...weiter so!), gestern und heute ausgiebiges Frühstück auf der Terrasse mit frisch erlegten Brötchen vom Bäcker und allem, was der Kühlschrank so herzugeben vermochte, und ansonsten einfach nur tun (oder lassen) zu was uns gerade so war.
Himmlisch und wie Urlaub!
Sogar das Wetter spielte mit und dank der warmen Temperaturen konnten wir bis spät in die Nacht draußen sitzen.
Ge-ni-aaaal!!!!
Mehr davon, bitte.

Unser "Food-Thema" war ein absolutes Experiment für uns.
Noch nie vorher probiert - auch nicht Ansatzweise:

Sushi!


Eine Runde "aaah" und "oohh", bitte!
Die kleinen Köstlichkeiten haben es uns schon immer angetan - an die tolle Rolle haben wir uns bislang selber aber nie getraut.
Heute war es nun soweit und entsprechend hoch war ehrlich gesagt auch unser Lampenfieber.
Vollkommen unbegründet.
Leute - probiert es aus - es funktioniert 1a und schmeckt super, super lecker.

Sushi (Maki-Sushi und Ura maki)


450g Sushi-Reis

Füllungen:
80g Thunfischfilet in Sushi-Qualität
1 Gurke
1 Avocado
3 Eier
1/2 TL Salz
1 TL Mirin (gesüßter Reiswein)

Für den Sushi-Essig:
4 EL Reisessig
3 EL Zucker
1 TL Salz

6-8 Nori-Blätter
japanische Sojasoße
nach Belieben Wasabi-Paste


Reis kochen wie auf der Packung beschrieben
Alle Zutaten für den Sushi-Essig miteinander verrühren.
Gekochen Reis in eine große (!) Schüssel geben, Sushi-Essig gründlich darunterheben.
Dabei den Reis auflockern bzw. viel Luft untermischen, damit der Reis abkühlt und der Essig gut einziehen kann.
Als Ergebnis erhält man einen Kleb-Reis, der jeden Maurer vor Neid blass werden lässt.
Es ist das klebrigste was wir jemals in unseren Fingern hatten.
Unbeschreiblich.
Aber weiter....

Während der Reis abkühlt (und zu Zement wird) Thunfisch abbrausen, trocken tupfen.
Gurke waschen, putzen.
Avocado schälen, halbieren, Kern entfernen.
Alle "Füllungen" in dünne, längliche Streifen schneiden.

Eier verquirlen, Salz und Mirin dazugeben.
Eine beschichtete Pfanne erhitzen, leicht einölen und aus der Ei-Mischung ein Omelett backen (es sollte durch sein, aber nicht braun gebraten).
Omelett ebenfalls in dünne Streifen schneiden.


Die Noriblätter halbieren.
Je 1 Nori-Blatthälfte mit der glänzenden Seite nach unten auf eine Sushi-Bambusmatte legen.
Tipp: Matte mit Frischhaltefolie umwickeln - ist dann leichter zu reinigen.
Jetzt gaaanz wichtig: Finger mit Wasser anfeuchten.
Gleich darauf ca. 2-3 EL gekochten Reis auf dem Blatt verteilen - dabei ca. 1cm an der oberen Längsseite frei lassen.
Der Reis klebt wie Bär...man kann es nicht oft genug sagen/schreiben.

Maki-Sushi:
Eine Sorte von der Füllung der Länge nach auf den Reis legen.
Dann das Nori-Blatt samt der Reis über die Füllung klappen und mit Hilfe der Matte zu einer Rolle wickeln, bei der die Kanten der Nori-Streifen etwa 5mm übereinanderlappen.
Die ganze Rolle mit beiden Händen zusammendrücken, dann mithilfe der Matte und ein bisschen Druck mehrmals vor- und zurückrollen.
Zum Servieren die Rolle mit einem scharfen Messer (ebenfalls jedesmal mit Wasser angefeuchtet) halbieren.
Die Hälften dritteln, so dass man pro Rolle 6 Sushis erhält.
Wichig: vor jedem Schnitt das Messer anfeuchten!


Ura maki:
Wenn der Reis auf dem Blatt verteilt ist, nach belieben mit Sesamsamen bestreuen.
Die Nori-Reis-Matte umdrehen (Reis also unten auf der Frischhalte-Bambusmatte) und jetzt auf das Nori-Blatt die Füllung nach Belieben geben.
Anschließend wird auch diese Rolle mit der Bambusmatte eingewickelt.
Der Reis liegt dann jedoch dekorativ außen.
Auch hier kommen 6 Sushis aus jeder Rolle (es geht übrigens einfacher zu schneiden, wenn man diese Sorte einmal mit einer Frischhaltefolie vorsichtig einwickelt und auch mit der Folie in die Portionen schneidet - Folie dann jeweils entfernen).

Sojasoße in Schälchen geben, in die man nach Belieben zum Schärfen Wasabi-Paste rührt.

Sushi-Röllchen-Parade anschauen - stolz sein - glücklich in Sojasoße dippen und genießen.
Ach - es war sooo lecker und sooo ein toller Abschluss dieses Wochenendes.




Vielleicht mögt ihr uns ja schreiben, wie euer Wochenende so war?
Wir freuen uns immer kringelig, wenn wir was von euch lesen.

So - jetzt kommt gut in die kommende Woche - mal schauen, wie das Halbfinale so wird...was das Wetter so bringt...räusper...und (fast vergessen) die Arbeit.
Das nächste Wochenende kommt bestimmt!