Sonntag, 23. Oktober 2016

Heute lief es gut!

Zahl des heutigen Sonntags: 2:23:56
Nein, dass ist nicht die Uhrzeit, zu der der Kater mit einem Sprung zielgenau auf meinen Brustkorb hüpfte, um lauthals seine Frühstücksbestellung abzugeben.
Seufz - das war erst knappe zwei Stunden später....
Es handelt sich um gar keine Uhrzeit - nein, es ist eine Zeitdauer.
Nämlich exakt die, die ich für meinen ersten Halbmarathon hier in Oldenburg benötigte.
2 Stunden 23 Minuten und 56 Sekunden.


Zugegeben, das ist für die 21,1km jetzt in keinster Weise eine Hammerzeit.
Ganz im Gegenteil.
Die Profis laufen in etwas über zwei Stunden die ganze Marathondistanz - sind also doppelt so schnell wie meinereiner.
Und dennoch, war es etwas ganz, ganz Besonderes für mich.
Habe ich doch erst Mitte Februar d.J. die Laufschuhe geschnürt und bin mit sagenhaften 5*2 Minuten Laufeinheiten und jeweils 2 Minuten Gehpausen angefangen.
Und glaubt mir: danach war ich jedesmal fertig wie Brötchen.
Unglaublich, was stetes Training bewirken kann.


Der ganze Tag stand im im Focus dieses Laufes.
Klar, dass es etwas zur Belohnung geben musste.
Was mit Kohlenhydraten.
KUCHEN - JAAA! Ganz viel davon bitte.
Und zwar genau diesen hier:



Birnen-Schmandkuchen

Für eine Springform 26 cm Ø

Mürbeteig
125g kalte Butter
60g Zucker
1 Prise Salz
1 Eigelb
250g Mehl

Füllung
5-6 Birnen
1/4l Weißwein (alternativ Apfelsaft)
150g + 1EL Zucker
200g Schmand
500g Magerquark
1 Prise Salz
1/2TL Zitronenabrieb
3 Eier

"Topping"
50g gehobelte Mandeln
2EL Zimtzucker

Zunächst den Mürbeteigboden herstellen: Butter, Zucker und das Salz mit den Händen in einer großen Schüssel verkneten und glatt arbeiten.
Eigelb und Mehl zugeben und alles rasch zusammenkneten.
In Frischhaltefolie wickeln und min. 30 Minuten kühl stellen.

Während der Teig ruht, für die Füllung die Birnen schälen, entkernen und achteln.
In einem Sud aus je 1/4l Weißwein (Apfelsaft) und Wasser mit 1EL Zucker weich kochen.
Birnen abgießen und abtropfen lassen.


Schmand, Quark, 150g Zucker, Salz und Zitronenabrieb glatt rühren.
Die Eier nach und nach einrühren.

Backofen auf 175°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Den Mürbeteig nochmals durchkneten und dünn ausrollen.
Eine gefette Springform mit dem Mürbeteig auskleiden und einen ca. 1cm hohen Rand drücken.
Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen.

Die abgetropften Birnen darauf verteilen, die Schmandmasse darübergeben und verstreichen.



Kuchen in den vorgeheizten Ofen schieben.
Nach ca. 15 Minuten Backzeit mit den gehobelten Mandeln und dem Zimtzucker bestreuen.
Zurück in den Ofen und weitere 25 bis 30 Minuten fertigbacken.
(Gesamt Backzeit 40-45 Minuten)





So - jetzt ist erstmal ein wenig Erholung angesagt.
Richtige Erholung - mit zwei Wochen Urlaub!


Sonntag, 16. Oktober 2016

World Bread Day 2016

Heute ist es wieder soweit: es ist World Bread Day!
Seit 2006 backen an diesem speziellen Tag Hunderte von Bloggern aus der ganzen Welt ein Brot.
Wie bereits im letzten Jahr sind wir der Einladung von Zorra super gerne gefolgt, uns bei diesem Event zu beteiligen.

http://www.kochtopf.me/world-bread-day-2016-einladung-invitation

Selbstgebackenes Brot steht ja regelmäßig auf unserem Esstisch.
Es ist einfach zu lecker...so frisch, warm und knusprig - so einfach und ursprünglich.
Leider gab es auch bereits ein paar Fehlversuche, was die Backaktionen/Rezepte anbelangt.
Gerade bei der Zutat "Hefe" ist in unserer Küche immer wieder mit Überraschungen zu rechnen.
Die Könner und alten Hasen in diesem Metier schwören ja auf Hefe-Mengen im µ-Bereich...mit Übernacht-Gare und allem was dazu gehört.
Ja...ok...ist toll und hat wirklich, wirklich ganz extrem köstliche Ergebnisse zur Folge.
Nur der große Nachteil ist, dass diese Rezepte so gar nicht mit dem spontanen Appetit auf Brot kooperieren.
Meistens muss der Teig in seiner Gänze länger gehen, als ein Flug von Hamburg nach München dauert...bei manchen käme man sogar in die Staaten.
Wer ultimativ kurzfristig "Bock-auf-Brot" hat, für den haben wir hier ein geniales (weil genial kurz dauendes) gelingsicheres Rezept:


Schnelles Sonnen-Dinkel-Brot

Für 1 mittelgroßes Kastenbrot

600g Dinkelvollkornmehl
2TL Salz
400ml ungesüßte Mandelmilch (lauwarm)
2 Pck. Trockenhefe
1TL Agavendicksaft
3EL Reis- oder Apfelessig
100g Sonnenblumenkerne (am besten in einer Pfanne leicht angeröstet)


Dinkelmehl in eine Schüssel geben und mit Salz bestreuen.
In die Mitte eine Mulde drücken.
200ml Mandelmilch hineingießen und die Hefe darüberstreuen.
Agavendicksaft und Essig zugeben und mit der Mandelmilch verrühren.
Dann die restliche Mandelmilch zugießen und alles zu einem zähen Teig verrühren.
Zum Schluss die Sonnenblumenkerne unterkneten.
Den Hefeteig zum Gehen ca. 15 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen.
Dann nochmals gut durchkneten und als flaches Brot in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben und glatt streichen.
Brotteig in den kalten Backofen schieben und bei 220°C (Umluft 200°C) ca. 45 Minuten backen.
Brot aus dem Ofen nehmen , aus der Form stürzen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.





Der knubbelige Klecks ist übrigens selbstgemachter Obatzda. Yummi! Legst di nieder!
Rezept findet ihr auch auf diesem Blog - es ist bereits aus 2014 und ist hier zu finden.

Das Brot schmeckt auch am zweiten und dritten Tag noch phantastisch - überhaupt nicht trocken, ganz im Gegenteil. Das Rezept stammt ursprünglich aus der Zeitschrift HeimatKüche, die es leider seit einiger Zeit nicht mehr im Handel gibt.
Natürlich können die Körner auch wahlweise ausgetauscht werden - Kürbiskerne sind ja auch derzeit recht angesagt.

Lasst es euch schmecken und habt noch einen wunderbaren Herbst-Sonntag!