Sonntag, 2. November 2014

Endspurt



52!
Eine so schlichte einfache Zahl.
5 vorweg und 2 hintendran.
Nix besonderes...so scheint es.
Auf den ersten Blick.
Doch die knallharte Realität sieht anders aus: mit Stand von heute sind es noch ganze...
Festhalten und stark sein: 52 Tage bis Weihnachten.
Schluck.


Draußen ist strahlend blauer Himmel, in unserer Gartenhecke streitet sich die Spatzenbande lauthals um die besten der letzten roten Beeren und wir sitzen in T-Shirts bei 17°C (Oldenburg-Norddeutschland...nicht Mallorca-Mittelmeer) und schreiben diesen Beitrag.
Was ist bloß los mit diesem Wetter, dass irgendwie noch so gar keine wohlige Sofa-Sonntags-Stimmung aufkommen lässt und das so überhaupt noch keine Lust macht auf dampfende Glühweinbecher, Kuscheldecke und dicken Schmöker in den Händen.
Aber zurück zur Zahl von oben: in 52 Tagen ist Heiligabend - da beißt die Maus keinen Faden ab.
Traditionell wird es bei uns irgendwas Geflügeltes aus dem Ofen geben und vorweg unseren Trauben-Birnen-Salat.
Den gibt es schon seit Jahren - seltsamerweise immer an Weihnachten, obwohl man ihn eigentlich auch vollkommen beliebig zu anderen Herbst-/Winterzeiten essen kann.
Jedes Jahr schlagen wir uns die Bäuche damit voll und schwören uns: "Ey - den machen wir nächste Woche gleich nochmal!" Tja...und irgendwie verbleibt es dann.

Heute ist es aber soweit!
Trommelwirbel!
Angespornt von der tollen Blog-Parade von Küchen-Atlas (klick) haben wir schonmal unsere Tafel festlich eingedeckt.
Denn zu diesem Event durften wir uns von Villeroy & Boch drei Geschirr-Teile aus der aktuellen Serie "La Classica Contura" (klick) auswählen.
An dieser Stelle zunächst mal ein dickes, dickes Danke dafür.
Das Porzellan ist wirklich klassisch, zeitlos und perfekt für einen derartigen festlichen Anlass.
Zurück zu unserer Vorspeise - dem Salat.


Traubensalat mit Nüssen und Birnen

Für vier Portionen - als Vorspeise -

3EL milden Honig
Saft und abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
3EL Traubenkernöl
2 reife Birnen
je 150g weiße und blaue Weintrauben
30g Walnusskerne
60g gemischte Blattsalate (Rucola, roter Feldsalat, grüner Feldsalat, Spinat...)
Salz, Pfeffer
100g cremiger Schafskäse
Baguette-Brot

In einer Schüssel Honig mit Zitronensaft und -schale sowie Traubenkernöl verquirlen.


Birnen waschen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und Früchte in schmale Spalten schneiden.
Weintrauben waschen, evt. halbieren und entkernen.
Trauben, Walnüsse und Birnenspalten zum Dressing in die Schüssel geben.

Salate putzen, waschen und trockenschleudern.
Ebenfalls in die Schüssel geben.
Salat mit Salz und Pfeffer würzen und alles locker miteinander mischen.

Baguette (klick) in Scheiben schneiden und mit Schafskäse bestreichen und zum Salat servieren.
Dazu ein frischer Chardonnay - aber auch ein Glas Sekt ist perfekt.


Diese Vorspeise ist leicht und vor allem ohne Aufwand schnell gezaubert.
Gerade an Weihnachten ist die Zeit ja irgendwie immer knapp....

 



Gibt es bei euch Weihnachten auch etwas "immer-wieder-gleiches"?
So ein typisches Essen wie Gans, Ente, Karpfen oder Kartoffelsalat und Würstchen???
Oder variiert das bei euch?
Schreibt uns - wir freuen uns immer über Kommentare.

Und jetzt sind wir mal gespannt, was die kommende Woche so bringt?
Wettermäßig und auch sonst....
:)
Liebe Grüße
Petra und Michael

Sonntag, 26. Oktober 2014

Frühstück ist fertig!


 

Moinsen!

Na, was habt ihr so mit der "geschenkten" Stunde heute angefangen?
Wir haben uns in die Küche gestellt.
Für uns - und für euch.
Heraus gekommen ist ein besonderes Frühstück.
Wenn man schon eine Stunde mehr hat, so dachten wir uns, dann können die Brötchen auch mal selbst gemacht sein und festhalten: auch die Butter dazu.
Jau. Wie bei Oma. Beides zusammen ist ein Traum und mit Worten nur schwer zu beschreiben.
Am besten, ihr versucht es selbst mal.

Den Teig für die Brötchen haben wir gestern abend bereits vorbereitet.
Heute morgen musste dann nur noch geformt und gebacken werden.

Sonntagsbrötchen

Für ca. 8-10 Stück

20g frische Hefe
500g Weizenmehl (Typ 550)
1,5TL Salz
1 Prise Zucker

340ml lauwarmes Wasser in eine Schüssel geben.
Hefe darin auflösen.
Das Mehl mit Salz und Zucker mischen.
Wasser-Hefe-Mischung zufügen und mit der Küchenmaschine oder den Händen kräftig durchkneten.
Den Teig in eine große Schüssel geben (min. doppelt so groß wie der Teig, damit dieser aufgehen kann) und über Nacht mit einem aufgelegtem Deckel in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag den Teig aus der Schüssel nehmen und auf der bemehlten Arbeitsfläche zügig zu 8-10 kleinen Brötchen (so ca. 85g) formen.


Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben.
Brötchen bei Zimmertemperatur nochmal 30 Minuten ruhen lassen.
Nach Belieben können die Brötchen auch mit Sesam, Mohn etc. verfeinert werden.


Backofen auf 220°C vorheizen.
Die Brötchen in den vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene schieben.
Mit einem Blumenbesprüher heißes Wasser an die Ofenwände spritzen.
Vorsicht! Dampf! Brötchen trocknen dadurch nicht aus und bekommen Kruste!
Nach etwa 10 Minuten die Ofentür kurz öffnen und den restlichen Dampf abziehen lassen.
In ca. 18-20 Minuten goldbraun backen.

Hach - dieses war der erste Streich - doch der zweite folgt sogleich!
Während die Brötchen im Ofen langsam vor sich hinbacken ist genügend Zeit, die dazugehörige Portion Butter selber zu machen.
Ausserdem hat es auch etwas von Frühsport - denn ohne Bewegung funzt es nicht.

Butter (Süßrahmbutter)


Für ca. 80g Butter
250ml zimmerwarme, süße Sahne (min. 30 % - besser ein wenig mehr)

Die Sahne in ein Schraubglas füllen und mit der Hand 3-4 Minuten kräftig schütteln.
Wenn man den Zeitpunkt erreicht hat, bei dem man denkt, die Arme fallen einem ab, setzt meistens der große "Oohhh-Effekt" ein.

 


Butter und Buttermilch trennen sich nämlich bei der Schüttelaktion und plötzlich "ooh" bildet sich Buttermasse im Glas.


Nochmal ausdrücklich der Hinweis: keine Sahne aus dem Kühlschrank! Zimmerwarm!
Die Buttermilch aus dem Glas abgießen - Butter in einem Sieb auffangen und kalt abspülen.
Je weniger Buttermilch verbleibt, desto länger hält sie.
(Tiefgekühlt bis zu 10 Monaten).
Die so produzierte Butter ist wesentlich weicher als die aus dem Supermarkt.
Man sollte sich also noch eine Weile im Kühlschrank nachkühlen lassen.
Dann ist sie perfekt.


Wer übrigens keine Lust auf die Schüttelaktion im Glas hat, kann natürlich auch zum Handmixer greifen.

Ok - was haben wir denn jetzt?
Ofenfrische Brötchen und ein frisches Stück Süßrahmbutter.
Wir haben dann noch ein Glas von der Holunderblütenmarmelade (klick) vom Mai d.J. geöffnet und es uns einfach nur gut gehen lassen.



Ein wirklich perfektes Sonntagsfrühstück.

Was habt ihr denn so mit der Stunde gemacht?

Liebe Grüße von hier aus!